In Köln schneit es. Mal wieder ;-) Zwischendurch war ich arbeiten, ist schon toll… Morgens, wenn der frische Schnee zentimeterhoch herumliegt, ohne Spuren von Menschen oder Autos. Diese Stille, die alles übertönt, diese seltsame grau-weiße Färbung von allem… Und so lebe ich zwischen zwei Schneefällen im Moment. Habe noch frei. Tilge die Zeit hier ab, etwas davon auch draußen… Hasi’s Winter-Wachkoma ;-) Der Film gestern, der war wunderschön. Musste oft an Maja denken. Schöne und kluge Menschen, die sich ihre Zukunft planen. Aus den Träumen heraus für dieses eine Leben, das sie haben, leben. Manchmal verspottet, beleidigt… Doch, solche Menschen machen die Welt besser! Die Welt, die sie lieben, die Welt, für die sie leben. Wie in einem der guten Filme. Zwar hatte der Film gestern ein tragisches Ende und jemand neben mir auf der Couch hat wieder Wasser geheult… Aber ich denke, so fern ab vom Leben ist dieser Film auch nicht gewesen. In Kanada lächelt jemand über fast alles, was er vom Schweiger erzählt bekommt. Wir sind alle Menschen. Haben Träume. Machen auf dem Weg dorthin manchmal Unmengen von Fehlern… Die sind manchmal auch zum Brüllen komisch. Wie einige SMSen, die ich die letzten 3 Tage bekam. Aber wenn es nicht so wäre, wenn wir auf Neider hören würden, auf die, die bei unseren Fehlern mit dem Finger auf uns zeigen – würden uns auch die kleinsten Träume verborgen bleiben; Liebe, Sonnenuntergänge, Häuser, Früchte der Arbeit, Leidenschaft, Fuß fassen in einem neuen Land… Das macht sie besser. Unsere kleine Welten, als auch die eine große Ganze. Manchmal machen es die Fehler besser, gerade sie! Wenn dich jemand als Arschloch betittelt. Oder als gekränkte Eitelkeit in Person. Sollen sie auch! Das sind auch nur Äußerlichkeiten. Ob meine dicke Backen oder jemand seine dicke Falten – spielt für mich keine Rolle. Hat es noch nie. Die Zeit ist vergänglich. Menschen vergesslich. Zu schnell vergessen sie manchmal, was aus diesen Träumen am Anfang entstand. Was sie bewirkten, wohin bewegten, was sie uns brachten. Leider zählen die Menschen meistens nur das, was ihnen aus diesen Träumen am Ende übrig blieb. Ich vergesse es nicht. Nehme das Schöne mit. Von Anfang an. Erfahrungen, Eindrücke, Fehler, das Gute. Und vor allem- die Wege dorthin. All das, was ich je in meinem Leben für diese Wege und meine Träume getan habe, um an deren Ziel zu kommen. Für das Rasten danach umso mehr in vollen Zügen zu genießen. Wenn ich so kränkbar wäre, wäre ich heute nicht so glücklich. Ich würde eher leiden, diesen Zeiten und Wegen nachtrauern, würde mich lieber lange ärgern, anstatt kurz inne zu halten und versuchen, sie zu begreifen. Das Gute vom Schlechten trennen… Wenn es nicht so wäre, würde ich wieder die alten Dummheiten machen, die aus meiner Jugend, meiner Vergangenheit… Im Regen unter ihrem Fenster den Nachmittag verbringen, nur um für ein paar Sekunden das Gesicht der verlorenen Liebe zu sehen. Oder aus Kummer mir eine brennende Zigarette auf dem Unterarm ausmachen. Mich besinnungslos betrinken. Sie hundertmal anrufen und wieder auflegen. Sie mit SMSen bombardieren. Um sie weinen. Sie anflehen, zurückzukommen. Wenn sie es wert gewesen wäre… Vielleicht hätte ich es wegen ihr noch einmal gemacht. Wenn… Und hätte ich nicht die großen Ostereier dafür (Eitelkeit vergisst man selbst auch leicht, oder verwechselt sie mit Selbstbewusstsein)… So wie ich aussehe, was ich bin - würde ich aus eigener Eitelkeit kaum etwas Schönes von mir bei den anderen hinterlassen können. VON mir, nicht an mir! Aber ich weiß, was ich tue, was tief in mir drin schlummert. Eitel, wenn überhaupt, bin ich nur auf mein Inneres. Ähnich wie Maja. Als Weisen wurde ich uns trotzdem nicht bezeichnen. Dumm sind wir aber sicherlich auch nicht. Erfahrung ist ein sehr großes Gedankengut. Kommt vom guten Seelenleben. Achten auf Zeichen, auf Entwicklungen, Hürden auf den Wegen, auf die Wege selbst, auf unser Herz darauf… Augen auf beim Wege-Lauf ;-) Vielleicht aber alles nur Einbildung. Wenigstens aber, haben wir aus unseren Seelen, unseren Leben und unseren Wegen etwas gemacht. Dafür, nicht für unser Aussehen, werden wir geschätzt und respektiert. Seele gezeigt. Mut bewiesen. Ausdauer. Etwas Klugheit. Ziele und Steine und Lernen und Bewegen. Erreichen. Selbstbewusst und gradlinig. Unser Weg. Etwas, das uns das restliche Leben eben leichter macht. Und Träumen auch. Die, die uns beschimpfen, sollen es uns erst einmal nachmachen. Wenn die Seele stimmt - und das tut sie – dann bin ich auch gerne ein Arschloch. Ein riesiges sogar. Wenigstens scheint aus dem selbigen immer die Sonne ;-)
Wenn ich am Wochenende mit der Wunderschönen keine Filme schaue, esse ich ihre Köstlichkeiten. Hab in den letzten 3 Wochen schon 4 Kilo zugenommen ;-) Das kommt davon, wenn ich mich drausß zu wenig bewege. Betonung auf “draußen” :-) Immerhin lohnt sich das alles. Das gute Essen, Zufriedenheit, Träume, Glücklichsein. Geben und Nehmen. Lieben und geliebt werden. Liebe machen. Aus Liebe etwas machen. Und dabei gut leben… Die Fotos von der Wunderschönen habe ich an einen Model-Verlag nach Australien geschickt, sie wollten es für die Werbung haben und lassen sich ein paar (gut, es sind genau 57 ;-) Fotos von ihr was kosten. Der Rest landet auf der Festplatte und im Hasengedächtnis. Die Fotos werde ich sicher nicht veröffentlichen ;-) Abgesehen davon, dass ich es nicht darf.
Maja meldet sich mittlerweile jeden Tag. Sie redet und schreibt nur noch über das Wesentliche. Die träge Zeit des Winters. Keine unnötigen Aufregungen. Wofür auch? Freude über ihre eigenen Bilder, die von mir. Das schneeweiße Strickkleid und Frau M. in schwarzen Blickdichten am Fuße des Fernsehturms in Berlin. Maja am Alex, lächelnd und hüpfend, trotz Minusgraden. Stahlblaue Augen gegen das Blaue des Himmels über Berlin… Ihr Lachen auf dem Foto, als ich über eine Bank stolperte, die ich beim Knipsen glatt vor Leidenschaft übersehen hatte. Gespräch an diesem Tag, nur eine Stunde lang, das ich mit ihr noch führte – über Berlin, über meine Zukunft, über den Sinn der weiteren Schritte… Fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Aber das Gespräch geriet dann ins Stocken. Obwohl die vielen Bilder am Alex schön waren, der ganze Vormittag ein einziger Fluß – hatte ich an dem Tag mit ihr wieder dieses mulmige Gefühl. Stolpere ich auch über meine Träume? Langt die angepeilte Länge des Weges? Erinnerungen, Gegenwart, Zukunft… Alles ausgeblendet gehabt. Schien mir falsch, das, was Maja alles darüber sagte. Heute – heute fließt alles wieder… Nur der Schnee um ihre Hütte noch nicht. Ich kann mir solche Dinge beim besten Willen nicht vorstellen: 150-200cm Neuschnee fast jeden 3.-4. Tag! Und wir beschweren uns hier über diesen Winter… Immerhin, bin ich dieses Jahr, trotz regelmässiger Verwehungen – noch nicht auf der Fresse gelandet. Und das soll schon was heißen, bei meiner alljährlichen Mit-Dem-Rädchen-Hinlegen-Tradition :-)
Ja, Rädchen… Wie oben erwähnt, zwischendurch fahre ich auch mal raus. Risikofreudig war ich schon immer ein bisschen. So auch gestern. Gerade alles frisch geräumt, das Grundstück hier glänzte wie der Lidschatten von der Liebsten… Eierlauf war nichts dagegen! Ich frage mich immer noch, obwohl ich mich schneeschippentechnisch gar nicht auskenne: Warum machen das die Leute überhaupt? Gut, Gesetze sind Gesetze, die kenne ich ;-) Aber nach jedem Schnefall kommt die Schaufel zum Einsatz und macht es nur noch schlimmer. Statt Schneemassen bilden sich schöne Eisbahnen und dann haste Glück oder haste Bruch. Ich war schon (fast) immer ein Glückskind ;-) So ging ich am Abend in die Tiefgarage, wollte meinen Silberpfeil etwas auf Vordermann bringen (fetten, Bremsen anziehen, säubern…) – da kommt mir mein Stellplatznachbar entgegen. Noch nie vorher gesehen, habe mich immer gefragt, ob er bei meinem Fuhrpark (mittlerweile sind es 4 Räder, für jedes Wetter – 2 teuere MTB´s und 2 billige City-Bikes) überhaupt noch aus seinem Auto aussteigen kann, weil er grundsätzlich auf meiner Seite parkt und aussteigt. Er kann es ;-) War eine super schöne Begegnung. Der gleiche Mann, der unser Grundstück jedes Mal mit seiner Zauberschippe in ein Eishockeyfeld verwandelt ;-) Arbeitet auch im Krankenhaus. Direkt neben meinem :-) Und so tauschten wir uns aus – Freud und Leid dieser Arbeit, Freizeit, Wochenenden, gute Bezahlung, hartes Brot… So lernt man auch seine Nachbarn kennen ;-)
Über Engel schreibe ich auch noch… Mein Antivirus-Programm läuft gerade auf Hochtouren. Noch ein Andenken aus Berlin… Aber ein tolles! Das Ding mit K… und russisch klingend. Gar nicht mal so schlecht! Ich lerne immer noch dazu. Ich benutze viel Bilderbearbeitungssoftware, arbeite auch mit dem Tablett und Photoshop… Leider habe ich in letzter Zeit mit dem Notebook viel zu oft an fremden Telefonsteckdosen gehangen und mir die ganzen installierten Sachen versaut. Gerade die Schriften und Einstellungen wie Stile oder Malwerkzeuge für diese Programme. Aus irgend einem unerklärlichen Grund waren hunderte von Sachen verseucht. Also: An die Arbeit! Ein Teil davon ist schon erledigt, der Rest wird noch einige Stunden dauern. Das Beste an dem K ist, dass die Sachen nicht gelöscht, sondern desinfiziert werden! Und können somit wieder normal benutzt werden :-))) Und das Beste ist – es macht alles automatisch. Viren, die sonst an der ausführenden Datei anhaften bleiben, werden einfach so von ihr getrennt und entsorgt. Ich habe so etwas bis dato nicht gekannt! Und ich habe keinen Schimmer, wie oft ich seit Anfang Januar versucht habe, Photoshop zu benutzen und wie oft ich aufgeben musste, weil irgend ein Texteffekt oder Pinselart nicht geladen werden konnten. Jedes Mal danach die PC-Neuinstallation, rotes Regenschirmchen ankurbeln, alles sauber, entseucht… Habe ich gedacht! Dieses Ding ist definitiv und viel besser! Arbeitet still im Hintergrund, man kann immer noch schnell surfen und gleichzeitig am Notebook arbeiten… Aber ich will ja keine Werbung machen ;-) Trotzdem bin ich (auch damit) wieder glücklich. Jetzt kann ich endlich meinen Header in Angriff nehmen. Den für die Foto-Seite ;-)
Und zum Schluss ein Schmankerl… Aus dem Film. An der Stelle weinten wir beide. Gleichzeitig gekommen…
- Mein Sohn, sie ist ein gebrochener Vogel! Weißt du, was dein Großvater immer gesagt hat? “Ein Vogel, der in dein Haus fliegt, ist ein Engel. Man muss seine Anwesenheit als Segen verstehen.” – Kein Wunder, dass ich gestern Abend, als ich weinte, wieder an Berlin denken musste. An jemanden, der für diesen Engel, wenn auch in Schwarz, am gestrigen Sonntag, so wie ich, durch die halbe Stadt fuhr. Und heute Morgen, als ich meinen ersten Kaffee trank – hüpfte hier (auch: mal wieder :-) ein schwarz-weißer auf dem Balkon herum. Und redete und redete… Und ich hätte beinahe – wieder geheult. Das haben Krähen und Elster gemeinsam. Oder Menschen, die diese als Engel betrachten. Sehen. Fühlen. Und für sie – etwas tun, wenn die Engel selbst in Not geraten. Um uns und ihnen dieses eine, schöne Leben – noch schöner zu machen. Gerade dann, wenn wir weinen müssen und wenn manches Tun vergebens war. Aber wenigstens haben wir es versucht. Wissende wissen, warum. Danke für diese MMS :-) Und heute, genau eine Woche nach dem Schreiben dieser Zeilen fällt mir ein – der alte Mann auf dem Ohlsdorfer Friedhof hatte weiße, lange Haare. Und ein weißes Bärtchen. Fast wie ein Nikolaus :-) Das Merkwürdige (wirklich??) daran war, DER Engel, der stand auf einem schwarzen Sockel. Träume, die man nie vergisst… Irgendwann wirst du an sie wieder erinnert. An das Schöne. Manchmal auch an das Hässliche. Keine Löffel der Weisheit. Aber Quäntchen der Erkenntnis. An diesem strahlenden Sommertag in Hamburg bildete ich ein Wasserfall ab, den es nicht gab. Hatte den 2. Tag hinter mir, mit dem Eindruck – mein Leben verändert sich grundlegend, das ist sie – mein Traum, mein Engel… Am Abend saß ich überglücklich im Hotel, wollte noch raus… Es fielen Wasserfälle aus dem Himmel… Und der alte Mann kam am Abend im Traum wieder… …noch übrig bleibt… Der Engel, er saß schon in seinem Bus und flog wieder davon. Schneeweiß, wie der Januar. Mit schwarzem Top drüber.
Bis bald… ;-)
