Archiv für November 2008

Künstler, Liebe und Paare

Oriental Poppies Georgia O'Keeffe (1887-1986)

Oriental Poppies Georgia O Keeffe

© 2008 bei den abgebildeten Werken, deren Namen sowie den Künstlernamen selbst liegt bei den Künstlern oder ihren Rechtsnachfolgern. Die Fotografien selbst unterliegen dagegen ausschliesslich meinem Copyright und sind als mein persönliches und künstlerisches Eigentum zu betrachten, zum Zwecke der freien persönlichen Entfaltung. Aus Gründen des rechtlichen Schutz der Künstler (mich inbegriffen) und des Ausstellers wird jegliche Weiterverwendung untersagt. Auf diesen rechtlichen Hinweis habe ich mich nach dem „Bona fide – Prinzip“ (im guten Glauben und Gewissen) selbst verpflichtet, um eventuellen Rechtstreitigkeiten vorzubeugen

Kultur, das ist ja so eine Sache… Objektivität auch. Das Erstere fängt schon mit Kindesbeinen an. Erziehung, Angebote, Interesse, Wahrnehmung, Förderung, Liebe, Wille… Kultur ist überall. Sozusagen – unter uns. Sie macht uns als Menschen aus. Ähnlich wie unsere Hobbies (siehe Photokina :-). Ähnlich wie Reichtum einer Sprache, einer schönen Melodie eines Musikstückes, Augenweide eines schönen Bildes. Entweder man hat sie, oder man hat es nicht so mit dieser Sache… Ist ja auch kein Beinbruch. Polemik ist nicht unbedingt eine Sache, über die man im Blog schriebt, Fakt ist aber, dass viele Sachen in und aus unserem Leben miteinander verwoben, verbunden sind. Kultur oder Kunst an sich genauso. Ich betrachte es als etwas Schönes. Lebensbereicherndes. Ölbad für die Seele. Musik für das Herz. Im Grunde – Sinn für das Schöne. Für mich (ist ja auch mein Blog :-) kann ich dadurch, wenn ich darüber nachdenke, auch erkennen, warum ich so häufig Musik höre, warum mein MP3-Player mir manchmal wichtiger ist als mein Handy, warum ich lieber bade anstatt zu duschen. Zeit für Schönes, Zeit für mich, für das Wohlbefinden, für mein Inneres. Alleine aus der Sicht, dass es auf dieser Welt so wunderschöne Bauwerke, Kunstwerke und andere Kulturgüter gibt – finde ich es gut und richtig, dass man sie uns beibringt, näher bringt. Egal wie und egal wo. Kultur gehört einfach dazu, zu einem Menschen. Sie hat uns zweifelsfrei auch zu Menschen gemacht. Nicht umsonst lernen wir heute noch über die alten Griechen, Römern und anderen Völkern, die uns durch ihren geistigen Vorsprung und Entwicklung der Gesellschaft auch an solch wichtigen Sachen wie Sprache, Schrift, Musik, Kunst und letztenendlich auch an ihrer Kultur teilnehmen ließen. Klar, man kann darüber diskutieren, wozu es dann so viele Kriege gab, warum die Römer die ganze Welt beherrschen wollten… Der Punkt ist aber der: Wenn man an Italien als Beispiel denkt, denkt man an gutes Essen, Urlaub und die schönen Fleckchen dieser Erde. An das, was dieses Land an Schönem zu bieten hat. Nicht unbedingt an die römischen Kreuzzüge oder an den Zerfall einer ganzen Kultur. Immerhin haben sie uns auch einiges hinterlassen. Etwas für die Nachwelt. Viel Kultur, viel Schönes. Und je mehr man davon gesehen hat, davon weiß – umso mehr können wir uns an solchen Sachen erfreuen. Gerade in der heutigen Zeit. Nicht umsonst strömen auch so viele Touristen jedes Jahr nach Köln, aus allen Herrenländern. Der Kölner Dom ist nur einer der Gründe. Die Kölsche Kultur vielleicht noch ein Grund mehr dafür. Freundlichkeit, Offenheit und diese unnachahmliche Art sprechen auch eher dafür als dagegen. Vielleicht auch deswegen, weil es im Rheinland durch seine Geschichte auch so viele Einflüsse fremder Kulturen und fremder Länder gegeben hat. Und ich denke, nur aus diesen Gründen kann man es auch in der heutigen Zeit betrachten. Kultur und Vielseitigket sind etwas Gutes. Alleine das Wort „Kulturgut“ sagt schon alles :-) Wenn es so nicht wäre, würde es heute keinen Karneval in Köln geben, Christopher Street Day wäre unmöglich, die Rechtsradikalen hatten auch deswegen diesen Sommer kein leichtes Spiel gehabt. Darauf kann diese Stadt stolz sein. Weil sie so ist, wie sie ist. Tollerant. Reich an Gutem. Offen. Eben eine Weltstadt. Welt-Kulturerbe. Nicht umsonst. Und dieser Sinn (auch Frohsinn gehört dazu :-) für das Schöne, für die Einmaligkeit einer Stadt, ihre Sprache, ihr Flair – sie alle werden von Generation zu Generation weitergegeben. Und das wird geschätzt und anerkannt. Gepflegt und erhalten. Auch in vielen Museen in dieser Stadt. Ihre Geschichte, ihre Kultur und somit auch die, der Menschen, die in dieser Stadt leben und mit ihr diese Geschichte heute ausmachen.

Die Stadt ist bemüht, ihren Bürgern auf diesem Gebiet etwas zu bieten. Daher habe ich mich entschieden, über diese Ausstellung zu schreiben. Weil sie auch ein Teil der heutigen Geschichte beschreibt. Objektivität dabei – sie ist mir selbst auch wichtig. Weil ich ein  positiv denkender Mensch bin. Einer, der auch aus schlechten Sachen und Erfahrungen stets versucht, das Gute darin zu sehen und das Gute zu erhalten. Kritikfähigkeit ist ein Teil der Objektivität, die ich mir sowohl selbst gefallen lassen muss, dann aber auch mir nicht nehmen lasse. Wenn sie berechtigt ist. Schliesslich lebe und arbeite ich mit anderen Menschen zusammen. Sie gehören eben auch dazu, wie Kultur oder persönliche Entwicklung eines Einzelnen. Je mehr man im Leben sieht, lernt, liest, hört – umso besser können wir uns mit unseren Ansichten und Eindrücken gedanklich beschäftigen, entspannen, uns weiterentwickeln und somit auch mit anderen Menschen austauschen, Schönes zurückbekommen, andere Ansichten gewinnen und über sie auch selbst – reden oder schreiben. Das wollte ich auch mit diesem Artikel ;-) Also… Es wird Zeit…

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Sonderausstellung: Künstlerpaare – Liebe, Kunst und Leidenschaft (Anmerkung: Namensgebung des Museums und Titel der Ausstellung sind urheberrechtlich geschützt. Diese werden nur zu Promotion- und Anschauungszwecken benutzt, in guter Hoffnung und im Glauben, auch die Besucher meines Blogs selbst für einen Besuch dieses Museums und dieser Ausstellung animieren zu können und bleiben davon gänzlich unberührt):

Am Montag war es so weit. Etwas Kunst. Etwas Licht und Liebe für die verregneten Tage Kölns. Auf die Aufstellung selbst bin ich zufällig durch einen Bericht im Fernsehen aufmerksam geworden. Sah und hörte sich vielversprechend an. Wie üblich, habe ich mehrere Anläufe gebraucht, um mich dorthin zu begeben. Aber über manche Hürden in meinem Leben schreibe ich lieber nicht :-) Ich arbeite besser daran.

Der Montag war ein typischer Tag für Köln. Es hat die ganze Nacht schon geregnet. Und weil es so schön war, regnete es munter weiter. Aber wenn ich mir irgendwas vornehme, möchte ich es dann auch irgendwann erleben, manch so ein Regen in Köln kann mich dann auch nicht mehr stoppen :-) Was dann kam… Das ist auch eine Geschichte für sich. Und die behalte ich – für mich :-) Kultur ist wohl nicht Jedermannssache.

Dušni dan i Svi sveti (Das Bekennerschreiben)

Dusica

Dusica

Margie schrieb mir gestern: „War heute Morgen auf dem Friedhof und kann immer noch nicht trauern. Zu viel Unruhe und Wut.“ Bei mir war es nur Trauer. Leider. Geteiltes Leid eines Freundes und ein vielfaches von meinem. So fing der Tag an. Tag der Seelen. Tag der Toten. Allerheiligen. Viele Namen für einen einzigen Tag. Bräuche aus Kroatien. Erinnerungen. Licht einer Kerze. Dunkle Kölner Lichter an einem eh schon grauen, feuchten Herbsttag. Noch dunkler, wenn du liest, dass jemand aus Wut nicht mal trauern kann. Während du selbst auf die Erinnerungsreise gehst. Trauerzug der Gedanken. Schon am frühen Morgen werden kleine Gläser oder Gefäße überall im Haus verteilt. Dusice. Kleine Seelen. Etwas Wasser und Öl, das darauf schwimmt und eine kleine Schwimmkerze. Ein kleines Licht im Meer eines Glases. Ein Mensch im Ozean der Erinnerungen. Vielleicht deshalb mag ich Sprachen so sehr, gerade die Deutsche. Sich in einem Glas zu verlieren, ohne daraus zu trinken. Das Gefühl zu haben, der Mini-Ozean will gerade, dass du in ihm ertrinkst. Lebendig begraben unter dem stillen, leuchtendem Wassser. Manchmal wünsche ich mir auch, nicht trauern zu können. Nicht darüber nachdenken zu müssen, was und wen ich schon alles in meinem Leben verloren habe. Weit weg von diesen Gläsern. Selbst weit weg von Plätzen, die mich mit diesen Menschen verbinden. Foto-Alben der Erinnerungen, die nur zu einem bestimmten Datum geöffnet werden. Ganz von alleine, wie von einer unsichtbaren, schweren, knochigen Hand. Eine Hand, von Zeit gezeichnet. Grobe, faltige Jahre vermischt mit Schönheit und Wärme guter Tage. Wie Baumringe eines menschlichen Lebens. Jeder Ring – ein Bild im Album. Ein Jahr der Erinnerung. Ein Jahr so vieler Leben. Laute Lichter. Meine Lichterketten. Meine schwimmende Hänsel-Krümel.  Lichter, die dich runterziehen. So sehr, dass du dir selbst als ein Ertrinkender vorkommst, der sich an dieses kleine Licht klammert – um selbst nicht unterzugehen.

An so manchen Herbsttagen könnte ich untergehen. Hätte ich nicht so viel Licht in mir. Hätte ich nicht so liebe, tolle Menschen um mich herum. Menschen, die mit mir zusammen diese Ringe zählen, Lichter am Brennen halten, mich zum Lachen bringen wenn mir selbst zum Weinen zumute ist. Menschen, die mich lieben, wenn ich die ganze Welt an einem Tag hassen könnte. Menschen, die meine Ringe tragen. An ihren kleinen Bäumen lebendiger, warmer Hände. Dies ist ein offener Brief an solche Menschen. Bekennerschreiben. Schatzkarten. Navis meines Herzens.

Du bist unglaublich! Wenn es einen Gott irgendwo geben sollte, dann weiß ich – er hat dieses Treffen damals arrangiert. Schon viel eher, als unsere Wege sich gekreuzt haben. Unter den Treppen eines Traums. Bilder der Erinnerung. Schöne Bilder, die einen umhauen. Vor Glück. Unwissend und ahnungslos darüber, wozu so ein Traum gut war, gut sein könnte. Ein Besuch, der noch nicht mal stattgefunden hat. Er hat es geahnt. Ich habe es geahnt. Du… Du hast es gefühlt. Ein damals kurzer Besuch bei dir, für ein langes Bleiben. Ohne selbst jemals unter diesen alten Säulen gestanden zu haben. Spiegel zweier Seelen. Komposition zweier Bilder. Ein Bild aus einem Traum.

Wenn ich so über uns nachdenke, über mich selbst, über dich… Während zum x-ten Mal „Verdammp lang her“ aus dem Player in meinen Ohren dröhnt und mir hilft, weiter zu schreiben – denke ich gleichzeitig auch an den gestrigen Tag. An alles mit dir. Zeitraffer. Voller Bilder, voller schöner Eindrücke und Hoffnung. Und werde wieder glücklich. Trotz solcher Tage. Trotz der Trauer. Trotz der Tatsache, dass der gleiche Gott diese schöne Welt von damals ausenandergenommen hat, wie mich selbst und meine Gedanken gestern Vormittag. Dann erinnere ich mich wieder an deine sanfte Stimme.  An dein Glück. Und kann selbst wieder lächeln. Auch dann, wenn ich an meine Lieben denke. Auch jetzt, weil ich gerade an dich denken muss. Über das, was du mir alles gesagt hast. Über das, was du mir bisher alles gesagt hast und noch sagen wirst. Ich freue mich riesig darüber! Es ist schön mit dir!. Schön, dir zuzuhören, wärhend du über deine Vergangenheit und Sinnlichkeit sprichst. Es ist so wunderbar, deine tiefe Seele zu berühren, sie zu wärmen, mich in ihr, in euch zu verlieren. Mit dir zusammen in den Archiven unserer Vergangenheit zu stöbern und gleichzeitig über Zukunft mit dir zu sprechen. Mir fällt nichts mehr ein. Ausser, dass ich dich liebe. Für Vorhaben, die mir wichtig sind. Mit dir zusammen. Unsere Feuer. Für uns, meine Liebe… My immortal. Meine zweite Heimat mit einem Bären auf deinem Wappen.

Andrej


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HIER WIRD GETWITTERT ;-)

  • Zurück aus Berlin. Liebe(s)-Urlaub mit 5Sternen. Nicht viel von der Stadt gesehen,dafür nur Augen für einen Menschen gehabt.Du bist klasse! 2 weeks ago
  • denkt (heute umso mehr) beim 1.Kaffee darüber nach, was er hat und grinst sich einen. Laute Geschenke. Menschen,die man nie vergisst... 1 month ago
  • Ein heißer Aldi-Kaffee, Aufwachen mit liebevollen Gedanken, die später ihren Zettel fanden-ergeben 1neuen,sonnigen Tag in K. Trotz Regen. 1 month ago
  • Findet kurzes Nickerchen nach 3Frühdiensten voll in Ordnung. Friseurbesuche von Frauen nach Feierabend auch.Danach sehen beide toll aus:-)) 1 month ago
  • @DanielPalm Gute Besserung! Nicht nur von Berufs wegen ;-) So lange Du nicht beim Husten quiekst :-X Steife Brise war´s. Bestimmt :-) 2 months ago
  • Schon toll.. Wenn man auch in eigener Stadt Engel hat. Früher Hasi fängt die Flügel... (Kroatische Wortwendung :-) 2 months ago
  • genießt das Grau in Köln.Mal wieder;)Dafür mit Abwechslung.Heute mit Kerzen und Senseo.Frühstück followe ich auch gleich.Schnupper-es.de :-P 2 months ago
  • weiß, was er hat... Noch bekommen wird... Und bemüht sich, das alles zu erhalten... Auch hier sei gesagt:Wie gut,dass es Zettel gibt ;-) 2 months ago

 

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