Archiv für Februar 2009

Karneval in Köln

Karneval in Köln

Karneval in Köln

Untertitel: Wie werden Männer in nur 5 Tagen glücklich?

Ich bin ein Mann. Und bin gerade glücklich ;-) Aber 5 Tage sind auch – relativ kurz…

Köln ist schon eine lustige Stadt. Erstaunt mich imer wieder aufs Neue. Ich könnte jetzt weitere Unter-Untertitel hier aufzählen, die mir eben nur für diese tolle, lustige Stadt oder zum Karneval einfallen würden, aber ich lasse es lieber. Komme jedoch nicht hin, ohne wenigstens einen Untertitel, wenn ich schon das Thema „Karneval“ in meinem Blog anschneide. Karneval ist nicht nur Karneval. Karneval ist Köln. Köln ist Vielfalt. Facetten. Mehrere Untertitel. Manchmal auch Einfalt. Ich bevorzuge das Erstere. Und möchte keineswegs eine Diskussion über Karneval im Jahre 2009 lostreten. Nur einige Sachen anmerken. Die Gedanken sind frei… Ich bin immer noch ein Kroate in meinem tiefsten Inneren. Habe es somit nur ganz wenig mit Diskussionen am Hut. Wenn, dann lieber feiern, den Hasi raushängen, ein bissel darüber schreiben, teilen und die 5. Jahreszeit gebührend begrüssen. Alleine das – die 5. Jahreszeit –  hört sich schon lustig an. Hätte ich nicht das Glück, diese Stadt kennen- und lieben lernen zu dürfen, würde ich als Ime denken „Die spinnen, die Colonier“. Wäre für mich dasselbe, als wenn jemand, der im Februar geboren ist, seinen Geburtstag am 29. feiert. Nur weil es lustig ist. Oder im März. Zur Jahreszeit namens Winterling. Yo, das war die Jungfrau in mir. Bricht manchmal mit mir durch. Wie Frohsinn auch. Aber ich bin ja schwingungsfähig. Also, schwinge ich mal mit. Wäre nicht Schunkeln genau das passende Wort dafür? Kommt im Übrigen von „Schnelles Schaukeln“. Ich nehme es auch nicht immer so genau. Und lasse jetzt mal die 5 Jahreszeiten gerade sein. Was man von Gehfähigkeit manch Kölner in eben dieser Zeit nicht immer behaupten kann. Wäre wieder ein schöner Untertitel. Einer geht noch. Nur der eine selbst, der wankt manchmal danach ein kleines bisschen.

Muss dazu noch sagen, dass ich, in Bezug auf Karneval, auch eine Art Metamorphose durchgemacht habe, ähnlich wie bei Weihnachten. Eine Art Grinch. Oder Oppositionsjeck. Hat sich auch gedreht. Eingependelt. Und nicht ausgeschunkelt. Zum Glück. Irgendwie werde ich jedes Jahr noch mehr jeck. Auch als Substantiv. Kurz vor dem 11.11. fängt es an, zu jucken. Oder jecken. Meist beides. Das habe ich meinen Freunden zu verdanken. Oder wiederum dieser Stadt und ihrer Umgebung. Dafür, dass sie so tolle Menschen hat. Offen und tollerant. Feierfreudig und trinkfest. Und lustig. Wenn sie mal gerade nix zum Meckern haben. Ein Rheinländer ist eine Frohnatur, schon von Natur aus. Das spüre ich so oft auf eigener Haut. Das haben sie aus mir gemacht… Ein Kroate, nicht gerade integrations- und anpassungswillig, Stolz in Person, gradlinig und bodenständig - mutiert jedes Jahr, pünktlich zu den tollen Tagen – zu einem schneeweißen, 184 cm langen Hasen aus Plüsch. Und obendrauf noch 20 cm Ohr und ein Puschelschwanz auf dem Hintern. Quasi – ich selbst. Quasi – Hasi. So viel zum Thema „Gradlinig und Bodenständig“. Nomen est Omen. Mer stonn zo dir… War nicht immer so. Mein „1. Mal“ hier in Köln war wunderschön. Das war´s dann aber auch. Meist auf das Übliche beschränkt: Gucken, Wurfmaterial einsammeln, ab und an „Alaaf“ und „Aaah, mir ist kaalt“ oder „Aaah, ein Bonbon hat mich getroffen“ schreien und wieder nach Hause gehen. Kulturschock eben. Meine Sitten im Kroatischen Karneval waren ungefähr denen ähnlich, wie am Halloween. Verkleiden, unschuldige Menschen belästigen, Süssigkeiten erreden und danach auch – nach Hause gehen. In Köln gibt es Süssigkeiten umsonst. Wohlstand ist echt toll! Bonbons werden einem nachgeschmissen. Wie ich mich dabei fühlte… Nun… Balkan ist kein Afrika. Trotz der langen Tradition des Maskare (yepp, so wird das bei uns genannt. Wer weiß, warum? :), kenne ich selbst nur die Zeiten, wo „Pfiffigsein im grauen und recht ärmlichen Alltag“ das alljährliche Motto für diese Tage hätte sein können. Die Masken waren meist von den schon etwas älteren Kindern aus meiner Familie ausgeborgt, Kleider meist von Erwachsenen. Von Kostümen, die man kaufen kann, konnte man eben nur träumen. Daher wurde einfach das Hässlichste genommen und miteinander kombiniert, bis es lustig genug war, um damit auf die Strasse zu gehen und Karneval zu feiern. Grosse Veranstaltungen gab es nicht. Alle paar Jahre, wenn jemand in der Schulverwaltung mal ein weicheres Herz für Kinder bekam – wurde ein Wettbewerb für das schönste Kostüm gemacht und sonst nix. Dafür waren wir glückliche Kinder. Pfiffig. Mein bester Kumpel damals – der hat unbemerkt den Erste-Hilfe-Kasten seines Vaters geplündert und wurde zu ersten Insel-Mumie. Ich hatte keinen Sinn für so was. Immer irgendwie – ich selbst geblieben. Manchmal ganz humorlos. Aber mit immer noch genügend Einfällen. Einmal bin ich als Roboter rumgeschlendert. Oder als das, was man mit viel Fantasie darunter verstehen konnte. Kopf – ein kleiner Karton. Rumpf – eben ein grösserer. Radio-Antenne am Auto des Bruders abgeschraubt, oben durchgesteckt und fertig war das Kostüm. Mein Bruder auch, als er gemerkt hat, dass die Antenne fehlt. Hab aber immerhin weniger Prügel abbekommen, als mein Kumpel mit den Verbänden. Aber aus diesen, meist traurigen Geschichten, haben wir gelernt, das Beste aus jeder Situation zu machen. Standen ein für unser Tun. Hatten Träume, Ideen. Und waren glücklich. Obwohl andere Zeiten, anders als heute. Zeiten, als es bei Hausbesuchen noch warme Plätzchen gab, extra für uns Kinder gebacken. Oder eine kleine Tafel Milka, übriggeblieben von den Touris vom Sommer des letzten Jahres. Sogar über ein Ei oder Glas Milch haben wir uns gefreut. Für die, die sich mal was getraut hatten und an die Türe der Nachbarn klopften und Kinder sein wollten. Wo unsere Ideen und Einfälle auch von fremden, erwachsenen Menschen bewundert wurden. Wo gelacht wurde, wenn uns der eigene Nachbar unter unserem Kostüm nicht mehr erkannte. Gemeinsam. Jung und Alt.

Dann komm ich hierher und… Wie Alice im Wunderland. Schlaraffenland. Kennst keinen und kriegst alles. Keiner lacht dich an. Und keiner erkennt dich. Wo war nochmal Balkan? Prunkvolle Wagen, Pferde, bunte Kostüme, Musik, Süssigkeiten, für die man sich nur zu bücken braucht. Dafür kloppft man hier nicht an. Man schreit danach. Benutzt die Ellenbogen, um besser an die besten Stücke und Pralinen heranzukommen. Fängt sie mit dem Regenschirm auf. Und die, die zufällig irgendwo im Dreck liegen bleiben (oder nur zertreten werden) werden auch liegen gelassen. Und ich selbst bin mit dem Satz aufgewachsen: Geld liegt nicht auf der Strasse. Und lese heute in der Zeitung: Rezession. Wie unerwartet. Opelaner in Bochum bangen um ihre Jobs. Gleichzeitig bersten die Kneipen in Köln fast vor Menschenmengen Feierwütiger. Auch irgendwie humorlos. In dieser Stadt (in der, zur Erinnerung, jedes Jahr Christopher Street Day mit ähnlicher Aufmachung gefeiert wird, ohne grossartiger Rücksicht auf Geschmack und Nacktheit) fängt man an, das zu freizügige Aussehen von Frau Merkel auf einem der Umzugswagen zu zerreden. In einem so gennanten Hochburg des Karnevals? In der 5. Jahreszeit? Im Ausnahmezustand? Ja, die Grenzen, des guten Geschmacks… Regte sich irgendjemand über ihren Kleidungsstil (oder Geschmack) während der Feststpiele in Bayreuth auf?  War auch nicht viel mehr (weniger)  zu sehen. Regt sich jemand auch so über Alkoholleichen an diesen Tagen in Köln auf, die ähnlich wie Kamellen von den Strassen aufgesammelt werden? Über Kinder, die sich ins Koma saufen? Oder über nackte Tatsachen in unseren Geldbörsen? Über Menschen, die in dieser Krise ihr letztes Hemd verloren haben? Ihren Job? Lassen sie uns abrocken? Oder doch lieber abwracken? Die kleinen, bunten Kamellen-Corsas werden auch fast hinterhergeschmissen. Ist in ach-so-schlechten-Zeiten die Grenze des guten Geschmack eh nicht etwas verschwommen? Wie die Hohe der geschmakvollen Managerprämien? Ist Lachen nicht doch die bessere Medizin, als die 10 EUR Praxisgebühr, die wir uns genauso wenig selbst eingeführt haben, wie die neuliche Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge? Dann erwartet man von mir, als Bürger dieses Landes, dass ich mich anpasse? Und darüber nachdenke, was guter Geschmack auf einem bunten Karnevalswagen aus Pappe bedeutet? Indem ich nicht mal in schlechten Zeiten über diejenigen lachen darf, die uns das alles eingebrockt haben? Uns, kleinen Leuten, Wählern und An-5-Tagen-Im-Jahr-Feiernden, sonst immer Ehrlich-Arbeitenden? Meine Güte! Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Es reicht schon, wenn man sich diesen Mundwinkel über 300 Male im Jahr im Fernsehen anschauen muss. Er ist ernst genug. Passend zum Thema und zu der Lage dieses Landes und der Welt in Allgemeinem. Wenn man überlegt, dass derselbe Mundwinkel überwiegend schlechte Nachrichten zu verkünden hat und im Hinblick auf die durchschnittliche Verschuldung jedes Bundesbürger (einige Tausender pro Kopf, egal ob Greis oder Kind) kommt man sich auch ziemlich nackig und nicht gerade gut fühlend vor. Manchmal muss man eben auch lachen dürfen. Kann ja auch gut sein, dass aus lauter Paranoia um den guten Geschmack, auch mein Blog irgendwo ausgespäht wird, weil es nicht ins brave Schema, zum Anstand des Bloggens oder zum Thema passt. Uns darf man ja heimlich unter die Klamotten, auf die Finger und in die Festplatten schauen. Aber wenn ich eine (nicht mal die aus recyclebarem Plastik) Bierflasche am Rosenmontagszug über die Rübe bekommen sollte, kräht kein Hahn danach. Am Flughafen schon. Da darf man keinen Durst haben und muss alles Flüssige in schönen Plastikbeutelchen tragen. Nach wessen Geschmack war das? Da lachen sich die New Yorker kaputt. Sie selbst sind schon viel weiter. Laufen auf dem La Guardia in Socken rum. Genau wie die, vor denen sie sooo viel Angst haben. Geschmack ist Geschmack, aber Grenzen sind Grenzen. Und Stinkefüsse bleiben immer noch – Stinkefüsse. Und in diesem Land lachen Menschen noch immer über Turnbeutelträgerwitze? Selbst aber, fliegen wir in jeden Urlaub mit ähnlichen Beutelchen. Lachen wir dabei nicht irgendwo auch über uns selbst? Kann es unserer demokratisch gewählter Volksvertreter nicht? Oder die Wächter des guten Geschmack? Obwohl eine ähnliche Figur schon 2004 auf einem Karnevalswagen durch die Stadt rollte? Kein Wunder, dass die Leute Durst haben und den Kummer wenigstens einmal im Jahr geschmackvoll wegtrinken und Spass haben wollen.  Gläserne Bürger, Plastikflaschen und Figuren aus Pappmache im Bikini. Wenn man so manche Diskussionen hört und liest – da kann man nur noch jeck werden. Oder eben glücklich. Verstehen Sie? Spass?

Hasta luego, baby

Wiederauferstehung beim Sonnenuntergang

Wiederauferstehung beim Sonnenuntergang

Kaiser Wilhelm I. von Preußen

Kaiser Wilhelm I. von Preußen in HDR

Deutzer Brücke in HDR

Deutzer Brücke in HDR

Sonnenuntergang in HDR

Sonnenuntergang in HDR

Hohenzollernbrücke in HDR

Hohenzollernbrücke in HDR

Das gute Stück ist wieder da! Und ich bin sooo glücklich, dass ich gleich wieder eine ganze Fotosession in der Kälte machen musste, ohne Rücksicht auf Verluste. Sogar mein Häschen musste darunter leiden, kam aber ab 20 Uhr fast 4 Stunden lang dann auch und doch noch auf ihre Kosten ;-) Das musste ich noch eben loswerden… Was dabei rausgekommen ist, war Spass pur, gepaart mit etwas Software und Zeit am Rechner. Und eine Menge schöner Spielereien :-)

Ja, so war das… 2 Wochen des langen Wartens auf die Entlassung aus dem Krankenhaus… Aber am Ende war… Alles gut :-) Eigentlich voller Hoffnungen dahingefahren, aber flau im Magen war mir schon. Ob es klappt? Ob sie den Fehler gefunden haben? Dank moderner Technik gab es zwei Nachrichten vorab. Eine SMS auf die ich mich soooo lange gefreut habe. Abholbereit. Kosten: 0,00 EUR. Na dann… :-) Zur Feier des Tages ganz üppig gefrühstückt (Hasi`s berühmte Eier im Becher, aber ganz ohne Hintergedanken :-). Danach, vor lauter Kummer und Sorgen ein Schläfchen eingelegt und anschliessend voller Lust und bester Laune machte ich mich auf dem Weg zum Elektronikmarkt. Derselbe Mann, der mein Schätzchen vor 2 Wochen in Empfang genommen hat, stand auch dieses Mal an seinem Platz und lächelte schon, als er mich sah. Ein paar Sätze ausgetauscht, schon beim Abgeben der Kamera merkte ich, dass er auch „Einer von uns“ ist, fotografiert auch selbst. Jetzt wunderte er sich, dass ich „schon“ ca. 10.000 Bilder geschossen habe (womit er auch Recht hatte, aber auch nicht ganz) und lächelte mich etwas verlegen an, als ich bekundete, dass die Canon gerade 1 Jahr alt wurde und eigentlich gar nicht so viel schuften musste, wie er dachte. Sei es drum… Der Teufel steckt im Detail. Solche Art Kameras (Semi-Professional auf gut Englisch :-) sind so gebaut, dass sie problemlos bis ca. 40.000 Auslösungen/Bilder verkraften können. Manche von denen auch das Doppelte oder Dreifache. Meine Rechung ging nicht ganz auf… Jedoch muss ich an dieser Stelle ein grosses Lob an Canon richten. Ohne Schleichwerbung, wurde mir nicht im Traum einfallen! Trotzdem haben sie sich sichtlich Mühe gegeben. Der Verschluss war hinüber. Das Ding, das das Licht durch die Linse einlässt, um die Fotografie auf einen Chip abzuspeichern, um daraufhin seinen „Vorhang“ wieder zu schliessen, um ein neues Foto machen zu können. Alles für schlanke 0,00 EUR, sehr schnell und auf Garantie. Obwohl sie es nicht hätten machen müssen. Ein so genannter Verschleissteil. Geht halt irgendwann kaputt. Dann baut man neuen ein (kostet zwischen 200 und 300 EUR) und weiter geht`s. Diesmal ging es auch so weiter. GUT GEMACHT! Sogar mit einer netten Zugabe: Reinigung und Justierung der Kamera.

Am Anfang war ich sauer. Aber so was von sauer. Man liest die Fehlermeldung im Display. Eine komplett nichts sagende Meldung. Error 99. Kann alles Mögliche sein. Dann macht man sich im Internet schlau, werde ja wohl nicht der Einzige sein, dem das passiert ist. Dann der Schock. Hoffnung. Enttäuschung… Das Wort „Wechselbad“ ist nichts gegen! Beim Kauf denkt man: Viel Geld für so einen Spass, glaubt, man kauft Qualität und sieht dann… Erstens-dass ich gar nicht so viele Fotos mit der Kamera gemacht habe, um dass sie so schnell den Geist aufgeben könnte. Zweitens-dass solch kostbare Geschenke auch sehr empfindlich und nicht für die Ewigkeit sind. Und drittens-dass die Marke das hält, was sie verspricht :-) Guten Service, Entgegenkommen und Fürsorge für ihre Kunden. Die Moral von der Geschicht` war wirklich: Alles wird gut :-)

Vom Service-Mitarbeiter nett verabschiedet, so etwas Ähnliches wie „Hierher komme ich immer wieder gerne“ gesagt, und „Das würde mich freuen“ entgegnet bekommen. Auf dem Weg zum Rhein noch als Glückskeks-Ersatz einen Döner verputzt und ab über die Brücke. Das Resultat des so schönen späten Nachmittages sieht man oben ;-) Zumindest funktioniert alles wieder einwandfrei. Meine Äuglein auch ;-)

HDR-Bild? Was ist das? High Dynamic Range bedeutet wörtlich übersetzt – hoher dynamischer Umfang. Präzise gesagt, heißt das so viel wie – Bild mit einem hochdetaillierten Kontrastverhältnis, zusammengeschichtet aus mehreren einzelnen Bildern. Das Ergebnis auf so einem HDR-Bild bedeutet letztenendlich: Wärmere und intensivere Farben in hoher Auflösung und mit einem hohen Konstrast, die dem Endergebnis-Bild einen (zwar sichtbar überarbeiteten) Ausdruck verleihen, diesen jedoch deutlich bunter, klarer und kontrastreicher machen als der Ausdruck der Originalbilder im Einzelnen. Meine Fotos sind ein eher schlichter Beitrag zur Erklärung der Begrifflichkeiten, jedoch finde ich persönlich, dass die Fotos dadurch eine weit bessere und farbenfrohe Abendstimmung wiederspiegeln, und auch Nachtbildern etwas mehr Lebendigkeit und Wärme angedeihen lassen. Zudem kommen andere Details zum Vorschein und deutlich besser rüber. Details der Konstruktion der Brücken, zum Beispiel, die dadurch noch schärfer und pregnanter werden und die sie trotz nächtlicher (schwacher) Lichtbedingungen farblich fast gold-schimmernd erscheinen lassen. Herausragende Farbspiele und Nuancen (Abendhimmel und die Übergänge von dunkelblau über weiß bis lila, oder gegenseitige Lichtreflektionen der Stahlträger und Spotlichter auf dem Brückengerüst) machen das Ganze einfach nur intensiver. Reflektoren oder Strassenbeleuchtung bekommen mehr Schein und sehen wie kleine Sonnen aus, das Wasser (üblicherweise ständig im Fluss und mit Wellen) wirkt deutlich ruhiger, fast malerisch glatt und mit deutlich mehr Spiegelungen der Farbquellen am Ufer, als es bei einem normalen Schnappschuss der Fall wäre. Alles in Allem – es ist, wie immer, Geschmaksache. Wie schon erwähnt – kleine Spielereien, mit deren Hilfe man aus unscheinbaren Bildern, tagtäglichen Motiven und aus schlechtem Licht etwas mehr Stimmung herausholen kann. Mit einer kleinen Einschränkung. Die Pixelzahl. Normalerweise haben moderne Kameras um die 10-12 Mio. Pixel Auflösung. Entspricht einer Bildergrösse von durchschnittlich 10MB. Je nach Zahl der Vorlagenbilder, die man für ein einziges HDR-Bild benötigt, können zusammengefasste Bilder  die Informationen ab 30MB bis Ende offen – pro einzelnes, durch dieses Verfahren gewonnene HDR-Endergebnis-Bild enthalten. Das geschichtete Bild der Hohenzollernbrücke im Original (nur als Beispiel) hat eine Grösse von zarten 240MB im hochauflösenden 16Bit-HDR-Format. Solche Bilder, in ihrer vollen Pracht und Schärfe, kann ich auch beim besten Willen nicht im Blog ausstellen. Aber 1-2 Poster für das Eigenheim sind jetzt schon gesichert ;-)

Wie entsteht so ein Bild? Keine Angst :-) Man kann es auch mit ganz normalen, einfachen Kleinbildkameras machen. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass sie eine manuell einstelbare Belichtung besitzen. Der Trick dabei sieht so aus: Man schiesst eine Reihe von Fotos in verschiedenen Belichtungsmodi. Angefangen mit (als Beispiel für die Reihenfolge, was an erster Stelle kommt und was am Schluss – das ist unerheblich) einem Foto, gemacht mit Unterbelichtung. Stufenweise wird das gleiche Motiv, millimetergenau, mit jedem neuen Foto mehr und mehr belichtet, bis man die Überbelichtung des Motivs erreicht hat. Unverzichtbar dabei ist – eine feste Unterlage für die Kamera, am besten ein Stativ. Einzelne Fotos einer Serie (von unter- bis überbelichtet oder auch anders herum :-) nennt man „Ebenen“ (englische Bezeichnung „Layers“). Bei mir haben sie von Anfang an den Namen „Folien“ weg :-) Die Erklärung dafür ist relativ einfach. Daumenkino :-) Mehrere dieser Folien/Ebenen ergeben, übereinander geschichtet – eine Reihe gleicher Bilder unter verschiedenen Lichtverhältnissen. Der zusätzliche Reiz besteht darin, dass die natürlichen Bewegungen und Verläufe (wie die eines Flusses oder die der schnellenden Wolken an einem windigen Tag) quasi als Standbild festgehalten werden konnen und zwar in ihrem ganzen Verlauf. Schwer in Einzelheiten zu erklären… Aber so ähnlich, wie das Bild eines Rennläufers, in dem die Bewegungen eines einzigen Rennschrittes in vielen einzelnen Bildern wie ein Kometenschweif hinter ihm herlaufen. Eben wie ein Stück Kinostreifen, zusammengefasst in einem einzigen Bild. Das alles kann dem HDR-bearbeiteten Bild dieses Besondere verleihen. Wichtig dabei ist, umso mehr Ebenen man fotografiert hat – umso spannender, kontrast- und farbreicher ist das Ergebnis. Aber auch da gilt manchmal – weniger ist mehr. Gute Resultate erreicht man auch schon mit 3 Ebenen. Jeweils ein unterbelichtetes Foto, nomal belichtetes und überbelichtetes tun es auch :-) Alle Zutaten (so belichtete Bilder) schmeisst man in einen grossen Topf (HDR-Software), der/das dann automatisiert, aus mehrern Bilder, ein einziges, mit zusammengefassten Merkmalen aller einzelnen Bilder zaubert. So weit, so gut und ganz leihenhaft erklärt ;-) Übung macht den Meister. Für Interessierte reicht die Eingabe der Buchstaben HDR in eine der vielen Suchmaschinen, die Software (Freeware, meist kostenlos oder als Shareware – voll funktionsfähig für eine bestimmte Testperiode) findet man auf dem gleichen Wege. Wie bei meisten schönen Sachen im Leben werden Neugier und Experimentierfreude am Ende belohnt ;-) Ich persönlich finde solche Bilder einfach klasse, da sie eben diese Details (wenn auch manchmal übertrieben stark, künstlich oder völlig utopisch erscheinend) noch eindeutiger hervorheben. Gleichzeitig aber, bin ich der Meinung, dass eben das Schöne an einem gelungenen Foto sehr oft für das menschliche Auge entweder unscheinbar oder ganz unsichtbar bleibt. Das ist es, was uns beim Betrachten eines Bildes den Atem raubt.  Das zu sehen,  an dem wir manchmal so achtlos und aus Gewohnheit vorbeilaufen. Umso mehr Details eines so Unscheinbaren zu erkennen sind, umso grösser die Atemlosigkeit :-)

Meine Mini-HDR-Serie ist am 07.02.2009 entstanden. Als kleine Homage an meine krankgewordene Canon und zum Teil für das Häschen. Ich sage absichtlich – zum Teil :-) Wenn wir eines Tages wieder Berlin vor diese Linse bekommen, hoffe ich einfach, dass ich das Ergebnis wiederholen kann. Wie gesagt, Übung ist auch wichtig :-) Abgesehen davon, war sie (es???:-) diejenige, die meine Übellaunigkeit während der 2 Wochen Kamera-Entzug am meisten abbekommen hat.

Über die Details der Serie sollte ich lieber schweigen ;-) Warm war es nicht gerade… Hunger hatte ich bald auch wieder. Beim Wandern über das Rheinufer habe ich auch ein Salto-Bildare eingelegt und bin samt Stativ und Ausrüstung über meine schnellen Beine gestolpert und mir dabei ein paar Schürfwunden zugezogen, nur um diese paar Minuten des Kölner Abendhimmels ohne vorbeifliegender Wolken zu erhaschen und festzuhalten. Meinen Frodo-Stativ mit Kamera drauf hielt ich zum Glück aber auch – ganz fest ;-) Strafbar habe ich mich dabei auch noch gemacht. Pssst :-X Unter der Hohenzollernbrücke (die mit den langen, halbrunden Bögen) befindet sich eine Baustelle. Errichtung der Rheinpromenade und Hochwasserschutzes. Um best möglichen Blick auf die Unterseite der Brücke habe ich einfach das Tor aufgemacht und bin durch den kniehohen Sand gestampft, bis ich so nah am Wasser war, um die Brücke von unten fotografieren zu können. In Serie von 12 Folien ;-) 10 Minuten Angst. Zum Glück hatten sie schon Feierabend. Was tue ich nicht alles für ein schönes Bild ;-) Die restlichen Bilder sind aus weit weniger Folien entstanden, je nach Bild von 5 bis 7. Der Rest ist künstlerische Freiheit.

Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es… Fotografie :-) Daraus lässt sich vieles ableiten: Aus Fehlern lernen, verschiedene Sichtweisen, Einmaligkeit eines Bildes, Bilder erzählen Geschichten, ein gleiches Motiv sehen keine 2 Menschen gleich… Und noch vieles mehr ;-) Mag sein, dass Tage sich wiederholen, Zahlen, Menschenbegegnungen, Wörter, Sätze… Aber eines ist sicher – jeder Tag ist anders. Jedes Bild. Jede Liebe. Ich liebe Fotografie. Und ich liebe Anderssein. Mit Gleichgesinnten.

Bis bald… :-)


Alles wird gut…

canon40d

Kurz nach Mitternacht… Und die Gedanken fliegen und fliegen… :-) Manchmal kommt es im Leben doch nicht so, wie man es erwartet hat. Wiederum – manchmal schon :-) Irgendwann mussten diese 3 Wörter von meiner tollen Kollegin auch hier erscheinen. Sie hatte Recht. Frauen haben grundsätzlich immer Recht. Und wenn doch nicht – man(n) sollte es bloss nicht zugeben. Und erst recht nicht laut sagen ;-) Meine Schreibblockade neigt sich langsam auch ihrem Ende zu. Und das ist auch gut so. Sagte auch mal ein Mann, der fast wie eine Frau ist, weil er einen Mann liebt ;-) Liebe ist grossartig! Mit ihr wird so einiges gut im Leben. Und nicht nur das.

Ich gehe davon aus (zumindest der Anzahl der Besucher nach zu urteilen und der Zahlen der Links von den Seiten, von denen aus sie mich in den letzten Wochen besucht haben) – dass mein Blog irgendwo doch noch langsam seine Stammleser gefunden hat. Diese haben sich dann auch sicherlich etwas darüber gewundert, dass Herr Hasi sich lange Zeit nicht gemeldet hat. Daher muss ich (wohl oder übel) etwas weiter ausholen.

Mein kleines Schwarzes ist krank geworden :-( Grippezeit und Noro-Viren auf meinem Arbeitsplatz, Winter und Glatteis in Köln… Nicht unbedingt eine tolle Jahreszeit. So gut es mir auch tat, als ich in der Vorweihnachtszeit durch die Stadt düste und die schönsten Fotos im Jahr 2008 schiessen dürfte – so depri machen mich auch Verluste. Habe, leider Gottes, gerade in den letzten Jahren so unheimlich viel verloren. Meist Menschen, die ich so sehr liebte. Und mit ihnen automatisch so viel Schönes, so viele Erinnerungen und mit ihnen verbunden – auch so viele schöne Zeiten. Wäre ich dadurch nicht zu dem geworden, der ich jetzt, hier und heute bin – hätte ich auch über solche Sachen nicht mehr nachgedacht. Vergessen, verdrängen, aufgeben, nur nach vorne blicken… Ich kann es nicht. Das Eine geht ohne das Andere nicht. Nina (nicht die Ruge, die mag isch nisch :-) sagte ja auch mal, dass alles gut wird. Was ich davon halte, gerade im Jahr 2009 auf der 43 – dazu hüte ich mich lieber im Schweigen. Aber Recht hatte sie. Auch sie verloren. Aus den Augen. Aber noch nicht aus dem Sinn. Ein lieber Mensch, eine tolle Zeit. Und gerade dann, wenn es mal schlecht läuft… Aber auch dann, wenn ich mich auf Arbeit kaputtlache – denke ich an Häschen Klein. Manche Menschen verdienen das Gute. Ob sie bleiben oder gehen. Hauptsache: Es wird gut. Das gleiche Gefühl erobert all meine Sinnen spätestens dann, wenn ich zu Bett gehe und über mein Leben und an meine Lieben denke. In guten und in schlechten Zeiten. Gerade dann, wenn es mir manchmal danach ist, selber zu gehen, aufzugeben, manche Sachen zu verdrängen, vergessen – vergesse ich nie den Grund. Warum es passiert. Warum Häschen und Häschen und Hühnchen und Bärchen im Leben eines Hasis treten, warum sie ihn mit ihrem Dasein gut, besser werden lassen. Alles. Auch dann, wenn ich einen schlechten Tag erwische, einen falschen Ton, ein falsches Wort, gar kein Wort. Südländer mögen den Winter nicht. Zu viel Heissblut in meinen Adern. Nie kalte Füsse. Und nur manchmal kalte Hände. So auch am Silvesterabend. So lange ist es schon her… Und dann wundert man sich, warum ich manchmal im Winter lieber schweige, nicht schreibe, mich nach Sonne, Wärme, Farben und Gutem sehne… :-) Farben, helle Lichter, Wärme… Umrisse eines Wahrzeichen dieser Stadt im Wasser, das Feuerwerk, abertausende Menschen, die nebeneinander hocken, in der Kälte und in warmen Erwartungen auf das Neue, Gute… In einem neuen Jahr, das besser sein sollte als das alte…

Dachte ich auch :-) Bei Minus 17 Grad in Köln und gefühlten Minus 50. Meine Canon hat es nicht überlebt. Zumindest nicht schadlos. Ich habe mich ja auch nicht mit der Bedienungsanleitung beschäftigt. Zu doof um zu lesen, zu schlau, um gute Fotos zu machen :-) Laut Hersteller ist die minimale Betriebstemperatur 0 Grad. Nächstes Jahr will ich ein Kinderpullover zu Weihnachten haben. Oder eine dicke, grosse Wollsocke mit Guckloch unten :-)

Umsonst das schöne Geschenk meiner 3 liebsten Kolleginnen auf Arbeit, die ganze Vorfreude auf das neue Jahr, auf die Tauzeit, die ersten Sonnenstrahlen im Schnee, neue Bilder, neue Plätze, neue Erzählungen hier… Den Krippenweg auch nicht geschafft… Dafür machte jetzt mein kleines Schwarzes ihr Grippenweg mit. Vermute mal, dass es wirklich an den a****kalten Temperaturen lag. Frauen haben nun mal auch ständig kalte Füsse und die Canon ist auch nur ein Mensch :-) So konnte ich gerade noch die Bilder aus der Neujahrsnacht auf den PC retten und das war`s dann aber auch. Schöner Anfang des neuen Jahres :-( Als ich endlich meinen Funkauslöser von der Post abholte und ausprobieren wollte – hat sie nur noch zweimal kurz gehustet und dann musste sie ins Saturn-Krankenhaus. Bilder der 3 Weihnachtsmärkte hinüber. Die Zeit für den Besuch der restlichen Krippen auch. Lycos hat sein Webhosting und damit meine Foto-Homepage auch in die Vergessenheit zerschossen und bieten ihre kostenlosen Dienste dieses Jahr nicht mehr an. Alles in Allem – ein schlechter Rutsch ins neue Jahr. Und die Moral von der Geschichte? 2 Jahre Garantie auf die Geräte. Alles wurde gut :-) Zwar fiel der Urlaub aufgrund kontraproduktiver Knips-Entzugserscheinungen auch beinahe ins Wasser (hätten nicht ohnehin so viel Schnee und Eis in Köln rumgelegen und ich selbst auch mit – einmal mit dem Silberpfeil und einmal mit dem Hinterteil), dann wäre aber auch sonst alles umsonst gewesen. Die perfekte Überleitung aus meinem vorherigen Eintrag (der über das Wünschen und Haben). Der Titel des heutigen. Und mein Glück gestern und heute auch. Doppelt und dreifach :-) Die Bilder sind noch auf der Speicherkarte. Für Weihnachten 2009 :-) Canon, nichts als Canon. Sonst bin ich ungeniessbar. Langsam aber sicher verstehe ich die lieben Frauen. Immer mehr. Gerade die eine. Winter ist echt doof :-)


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HIER WIRD GETWITTERT ;-)

  • Zurück aus Berlin. Liebe(s)-Urlaub mit 5Sternen. Nicht viel von der Stadt gesehen,dafür nur Augen für einen Menschen gehabt.Du bist klasse! 3 weeks ago
  • denkt (heute umso mehr) beim 1.Kaffee darüber nach, was er hat und grinst sich einen. Laute Geschenke. Menschen,die man nie vergisst... 2 months ago
  • Ein heißer Aldi-Kaffee, Aufwachen mit liebevollen Gedanken, die später ihren Zettel fanden-ergeben 1neuen,sonnigen Tag in K. Trotz Regen. 2 months ago
  • Findet kurzes Nickerchen nach 3Frühdiensten voll in Ordnung. Friseurbesuche von Frauen nach Feierabend auch.Danach sehen beide toll aus:-)) 2 months ago
  • @DanielPalm Gute Besserung! Nicht nur von Berufs wegen ;-) So lange Du nicht beim Husten quiekst :-X Steife Brise war´s. Bestimmt :-) 2 months ago
  • Schon toll.. Wenn man auch in eigener Stadt Engel hat. Früher Hasi fängt die Flügel... (Kroatische Wortwendung :-) 2 months ago
  • genießt das Grau in Köln.Mal wieder;)Dafür mit Abwechslung.Heute mit Kerzen und Senseo.Frühstück followe ich auch gleich.Schnupper-es.de :-P 2 months ago
  • weiß, was er hat... Noch bekommen wird... Und bemüht sich, das alles zu erhalten... Auch hier sei gesagt:Wie gut,dass es Zettel gibt ;-) 2 months ago

 

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