War ein definitiv schöner Monat! Etliche Touren mit dem Silberpfeil und (mittlerweile) mit den zwei kleinen Schwarzen… ;-) Der Frühling hat es wirklich in sich! Wie schon erwähnt – sobald draußen die blaue Farbe am Himmel überwiegt – hält es mich eher weniger in der Wohnung. Es gibt immer was zu tun :-) Vor allem zu sehen. Eben diese 4 Augen sehen manchmal mehr als nur meine eigenen 2. Und nicht nur das. Mir wird immer bewusster, gerade durch Fotos, durch die Liebe die ich empfinde, durch die Bestätigung und Freude, die ich dabei teile – wie schön diese Stadt ist. Wie schön dieses eine Leben ist, das wir geschenkt bekommen haben. Wie kostbar diese Momente sind, wenn man wie mit Kinderaugen wieder etwas Neues entdeckt hat, wieviel Freude es machen kann. Die neue Nikon ist nur ein Hilfsmittel dafür. Es gibt noch so einige… Blonde, dunkle und lange, blauweiße, grüne, lebendige, herzhafte, tränenreiche, gedankenvolle… Und keiner kann es verstehen. Keiner so wie ich ;-) Manchmal komme ich mir vor… Je mehr Narben auf meinem Körper mir das Leben überlassen hat, (hinterlassen noch lange nicht :-) umso lebendiger werde ich.
Kann mich ähnlich wie das Kind mit seiner Mutter das neben mir stand, am Teich des Volksgarten – an einem schönen Schwan erfreuen. Am Füttern der chaotischen, plappernden Enten mit einem halben Toastbrot, das sonst wie üblich wenn nicht aufgegessen – auf dem Müll landen würde… Kann mich an flitzenden Eichhörnchen auf dem Melaten zu Tode ärgern, weil ich sie nicht vor die Linse bekomme… Kann mich aber daraufhin auch pfiffig anstellen und beim letzten Einkauf im Supermarkt an sie denken und an das, wie ich sie am besten überlisten könnte ;-) Klar, ein extra Tütchen mit Studentenfutter für das nächste Mal auf dem Melaten kaufen. Wir alle sind irgendwo auch bestechlich. Ich krieg dich noch! Und auf demselben Melaten – immer wieder diese so schöne temporäre Ruhe finden, die ich manchmal so sehr brauche. Ruhe des Grüns und sie Stille der schreienden Vögel. Menschen, denen ich zufällig begegne und die genauso schweigsam und still ihre Stunden auf dem Friedhof verbringen. Die mir trotzdem, vermutlich gerade durch diese Seelenruhe, fast ausnahmslos ein Lächeln schenken, wenn sie mich mit meinen Kameras herumstreifen sehen. Stille Bestätigungen für das, was ich mache. Für das, wovon ich vor lauter Freude und Glück auch wie ein Vogel nur noch laut schreien könnte. Stattdessen lache ich. Lächle zurück. Liebe das, wofür mir der liebe Gott und meine Eltern dieses meine Leben geschenkt haben. Um was daraus machen zu können. Um mit fast 42 immer noch wie ein Kind lachen zu können. Neugierig zu bleiben. Das, was ich tue zu lieben. Menschen, die mir begegnen zu schätzen. Liebe zu entgegnen. Woanders wieder zu begegnen. Auch in den Kirchen. Mit einer Ordensschwester inmitten der, durch Leid und zwei Tode berühmt gewordenen Severinskirche. Am Rheinufer, wo mich ein neuigieriges Mädchen fragte, was ich so alles und so lange filme. Auf Arbeit, zu Hause… Immer weiter. Ein ewiger Kreis kleiner, vergänglicher Momente, die irgendwo in meinem Gedächtnis und in meinem Herzen fest eingebrannt bleiben, ähnlich wie auf dem Chip meiner Kameras, mit denen ich diese Momente wieder abrufen kann.
Kleinbildkameras für kleines Geld. Weil ich so erstaunt war, was die kleinen Dinger heutzutage so alles können… Mehr Pixel, besserer Zoom, edel aussehend, schnell… Zum Teil sogar besser als meine heißgeliebte, teuere Canon, die mich, alle Beide mit so viel Freude füllen, immer noch, sodass ich an Abenden wie dem heutigen – stundenlang noch schreiben könnte, darüber reden könnte. Mich dabei wieder und neu entdecke, erfreue, nachdenke… Bilder und Plätze, die Kraft spenden, neue Gedanken hervorrufen. Minuten des Resümees eines jeden Tages, wenn die Bilder heruntergeladen sind, die überhaupt das Beste an dem Ganzen sind. Weil man sie wieder erlebt und teilt, neue Kreise im Sande aufmalt und am Ende – was davon hat. Auch der Mai hat es mit mir gemacht. Mein Rücken. Meine Familie. Mein Leben. Mein Mai. Und es ist gar nicht so Meins, Meins… Ähnlich wie mein alter Opa – teile ich mittlerweile viel lieber, als es meins zu nennen. Teile meine Zeit ein, die mir noch übrigbleibt. Um meine Spuren zu hinterlassen. Die letzte Nacht war auch eine von Diesen. Ganz spezielle Nacht. In einem ganz besonderen Monat. Aber, die Arbeit ruft schon wieder… Wer weiß, was diese Nacht noch so alles bringt. Gibt. Mit mir teilt. Mir mitteilt. Und ich selbst hier wieder… Bis bald… :-)









