MC WINGS @ 5 TO 12 A.M. (FLÜGEL-BEGEGNUNGEN)

Besser gesagt: U2 und andere Touren :-) Und mich packt endlich die Maxi-Menü-Schreiblust… Aber so was von packt ;-) Bald nicht nur zum Hier-Essen… 

PROLOG: 

Auch diese Reise hatte ursprünglich ihren guten Grund. Sparmaßnahmen im Hause Hasi war nur einer davon ;-) Daher musste meine grosse blau-grüne Sau dran glauben. Es war zwar alles gut vorher geplant, viele völlig ungeplante Dinge kamen dann hinzu. Und eigentlich hätte diese Reise nach Berlin führen sollen. 

Erst vor einigen Tagen schrieb ich jemandem diese Gedanken auf. Gedanken, die mich erst nach einigen ausgelesenen Büchern beschäftigen. Gedanken über Wege, über Bestimmung, über Umwege und Irrewege, Ziele und Träume. Meine Pilgerreise nach Hamburg war das. Alles in Einem. All inklusive :-)  Früher lebte ich selbst in der Annahme, dass die Wege, die wir in unserem Leben gehen müssen – gradlinig sind. Oh, wie ich mich geirrt habe! Nichts ist so, wie es scheint! Sie sind alles andere als das. Alles andere als nur ein einziger Weg, eine einzige, gerade Linie. Jeder Weg bringt uns irgendwo hin. Jede Ursache hat auch Folgen. Jede unserer Ideen, Träumen, Handlungen – bewirkt etwas. Bringt uns (mit Glück) weiter. Auf neue Wege. Zu neuen Menschen. An neue Orte. Neue Begegnungen entstehen, neue Sichtweisen. Neues. Scheidewege. Kreuzungen. Andere Wege. Manchmal auch Sackgassen und Im-Kreis-Laufen. Eines Tages endet dein Weg irgendwo und dann beginnt ein neuer. Nicht selten müssen wir zurück zum Ausgangspunkt, weil wir uns verirrt haben, falsche Entscheidungen trafen. Gerade dann werden diese Wege steinig und lang. Wege, wo erst an ihrem Ende das eigentliche Glück, als Folge des Gehens uns zuteil wird.

 

Wege, die sind so verzweigt, wie Adern durch die unser Blut fliesst. Unser Leben. Wege sind nichts anderes: Unser Leben. Unsere Adern… Gerade, eine Linie und immer im Fluss – das ist anders ;-)
 

Ich weiß nicht, wie lange, aber für diesen eigentlichen Weg habe ich schon eine Zeit lang mein Schweinchen gut gefüttert :-) Das ganze Kleingeld, manchmal auch ein Scheinchen… Alles für das Schweinchen ;-) Jeder Einkauf, jedes Geldausgeben – bedeutete für die Sau – einen Geldsegen.  Ein Traum hat sich daraufhin, kurz davor – ausgeträumt. Aber keiner dieser Wege war umsonst. Gut, dieser eine war eine Sackgasse… Irgendwann stand ich vor einer hohen Wand. Keine Steine. Eine Betonwand :-) Es ging nicht mehr weiter. Keine Umwege, keine Umleitungen, kein Zurück mehr. Fürs Klettern bin ich nicht geschaffen. Hatte auch keine Lust mehr dazu. Ich bin ein Hasi ;-)  Einfach nur noch – eine Wand. Viel zu hoch, um zu springen. Ich viel zu ruhig, um mich ihrertwegen aus meiner Ruhe und von meinen Zielen abbringen zu lassen. Und so, vor dieser Wand stehend, traf ich eine Entscheidung. Treffe ich laufend. Am laufendem Band. Bringt immer Bewegung ins Leben ;-) Lässt die Langeweile und Enttäuschung, wenn überhaupt, nur kurz aufkommen :-) Statt Hauptstadt – Hamburg-Hansestadt ;-) Zwei H´s in einem. Fehlte nur noch eines der H`s ;-) Fürs Erste ;-)  Entscheidungen, über die ich folgende Sichtweise habe: Jede von ihnen, egal wie tiefgründig und tiefsinnig (manchmal auch ganz oberflächlich und unsinnig) verändern unser Leben. Meist nur geringfügig. Manchmal aber vom Grund auf. Ahnend aber letztendlich unwissend – habe ich diese Reise dann doch noch für Hamburg gebucht. Nicht nur diese Entschedung an sich, die ganze Reiese – hat mein sicher, ruhig und genehm geglaubtes Leben bis ins Mark erschüttert. Vorläufe, Läufe und Ausläufe… ;-) Bevor ich mich diesem Thema widme, schreibe ich noch die Lösung meines eigenen Rätsels dieser Reise auf. Beim näheren Betrachten (nichts ist so, wie es scheint!) und mit etwas Fantasie, weiß ich heute auch, warum gerade Hamburg. Und ich weiß, warum mich diese Stadt, heute immer noch, verfolgt. Die einfachsten Sachen im Leben sind manchmal die besten. Hansestadt. HASEN-Stadt. 

Vorlauf: 

Ein trauriger Monat. Urlaubsreif. Stress. Enttäuschung. Zerschlagenes Vertrauen. Träume und Albträume. Sonne und Gewitter. Menschen um mich herum und Unmenschliches dahinter. Hoffnungen und Realität. Ruhe und Unruhe. Überraschungen und Erwartetes. Grün und Blau. Farben der Hoffnung und Farben der Realität. The Green Miles and The Deep Blues… Die grünen 7-Meilen-Stiefeln hatten plötzlich andere Ziele, andere Bestimmung, andere Wege vor. Der Juli-Himmel ähnelte eher einem Elektroschocker als dem eines stillen, klaren sommerlichen Blau. Stimmen verstummten.  Etwas Wunderschönes hörte auf. Dieser schriftliche Weg hörte auf. Dieser heute könnte noch endlos so weitergehen ;-) Ich mag das Schreiben. Auch in Rätseln. Macht mir Spass, wenn sich Menschen-Leser darüber selbst auch ihre Gedanken machen, wie ich selbst mir gerade. Auch eine Art des Geben und Nehmen. Auch dahinter, hinter diesem Weg der Be- und Umschreibung steht Sinn. Durch das Lesen Be-geben Sie sich mit mir auf eine neue Reise. Auf meinen Weg. Auch Um-wege soll es geben. Um-weiter zu gehen. Und irgendwann, sofern Sie aufmerksam sind und diesen Zeilen wachsam aber auch gelassen Be-gegnen – werden Sie auch das Rätsel entschlüsseln können. Vaterliebe :-) Die Liebe fürs Nachdenken, für flinke Finger, Tastatur, Schreiben und für Folgen dieses Zusammenspiels. Doch der Weg dahin, der ist lang ;-) Zeit zum Schreiben habe ich. Nehme ich mir. Und gebe später noch etwas mehr. Ein Stück meines Weges auch. Ein Sück meiner Selbst. Ein Stück meiner Mitmenschen. Meine tägliche Geburtstage bei Kaffee und Kuchen mit ihnen. Mit allen zusammen. Hätte es sie nicht gegeben, ihr gutes Gespür und ihre Güte, um mir auch in solch schlimmen Momenten beizustehen – hätte mich diese Wand irgendwann erschlagen. Nicht seelisch, dafür bin ich zu Kroate. Körperlich. Trümmermänner. Verschüttete ohne Luft, ohne Hoffnung, den Glauben an das Licht verlierend… Hätte es Rettungskräfte, ihre Treue und ihre guten Nasen nicht gegeben. Mein Urlaubsort wurde auch dadurch bestimmt. Durch sie alle. Wege und Schicksale.  

Seltsam… Du weißt, ahnst, wo dich deine nächste Reise hinführt. Du hast schon das Datum im Kopf, siehst das Flugzeug aus der Ferne schon landen. Schöne Feld-Landung. Flüge. Flügel. Engel. Schweine. Steine. Lichtungen. Der ganze Weg wird klarer, immer kürzer, immer leichter… Und dann haut es dich um. Dann siehst du dich um, fragst dich warum, und bleibst trotzdem dumm. Stehen. Kurz vor dem Ziel. Betrachtest diese Wand und sagst dir: Musste so sein. Musste so kommen. Bestimmung und bestimmte Standorte. Der Grund aber, der bleibt hinter dieser Wand verborgen. Vorerst. Dann rappelst du dich irgendwann auf, bekommst Hilfe. Hilfe an unbestimmten Orten, von unbestimmten Menschen. Manchmal völlig unerwartet, unverhofft. Die andere Art der Bestimmung. Triffst mit ihrer Hilfe wieder eine Entscheidung. Gehst einen neuen Weg. Ahnst etwas Gutes, das aus dem Schlechten entstehen wird. Und gehst ihn… Und betrachtest irgendwann aus der anderen Ferne wieder diese Wand. Und erst dann – weißt du Bescheid…
 

Auch dieser Weg hatte seine Ursachen, seinen Ausgangspunkt. Derjenige, mit dem du diese Wand irgendwann erreicht hast, sprach mal über diesen Weg. Über Engel und Schönheit und Hamburg. Viele dieser schönen Geschichten blieben hängen. Damit ich selbst nicht hängen bleibe. Dort war meine erste Antwort verborgen. Hamburg MUSSTE kommen. Der Lauf der Dinge. Ein neues Stück von Hasis Geburtstagskuchen. 4 Tage Hamburg. Tage, die mein Leben verändert haben. Nicht nur wegen Engeln, die mich schon vor dieser Reise zu sich gerufen haben. Auch wegen Menschen und vor allem – wegen dieser Stadt selbst. Die Stadt, die mich auch jetzt noch, 2 Wochen später, still und gewaltig laut zugleich – wieder zurückruft. Wissend, dass ich ihren Rufen folgen werde… 

Nichts ist manchmal so, wie es scheint. Statt Ham-Burger King VP gab es Doppelzimmer mit üppigem Frühstück und ein Mittagessen bei Mc Donald´s, den ich persönlich nicht so mag wie die anderen. Musste aber wohl auch so sein. Es war 5 vor 12. Oder 12 vor 5. Fast zu spät. Die Zeit blieb trotzdem stehen. Flügel überall. Die Suche nach ihnen. Mit meinen Fahrradbeinen-Flügeln voller Blasen, voller Schmerzen. Und je mehr ich nach den Engeln suchte, wurden sie immer weniger. Ich selbst dafür umso fündiger.  Aus diesen meinen beflügelten Bewegungen sind unzählige, tägliche Begegnungen entstanden. Die ich mir gerade wieder in Erinnerung rufe. Wie gut, dass es Zettel gibt ;-) Zurück zum Anfang. Linie U 2. Sie gibt es auch in Berlin. Und all diese Geschichten, auch die, die noch über Hamburg folgen – werde ich mit auf meine nächste Reise nehmen. Davon zehren. Nicht nur für und in Köln und zum Hier-Essen. Zum Mitnehmen. Fürs Mitgeben.


 LAUF (FORREST HUMP)

1 Tag vor Hamburg (14.08.2009)

Tag Eins der unglaublichen Gefühle… Wie ich mich gefreut hatte, als ich im Briefkasten endlich Post aus Hamburg fand! Eine ganz feine Sache, das Ganze. Zum 1. Mal überhaupt einen kompletten Urlaub über das Internet gebucht. Reibungslos, unkompliziert und schnell. Hotel, Fortbewegungsmittel, sogar ein 3-Tage-U-Bahn-Ticket war mit drin ;-) Und ich wusste es… Schon vorher… Das wird eine schöne Reise. Die Engel haben es mir zugeflüstert. Ohlsdorf ist eine ganze Ecke vom Zentrum entfernt. Hieß, Hasi musste die Hamburger Hochbahn kennenlernen. Und so eine Reise will auch gut vorbereitet sein :-) Ein paar Stunden goockeln, Hotel aussuchen, Fluggesellschaft auswählen, Liniennetz der Stadt ausdrucken, Fahrpläne bestimmter Linien, Infos über den Friedhof, Lageplan… Was ich nicht wusste, war die Tatsache, dass sich diese Reise irgendwann wirklich zu einer Art Pilgern mausern würde. Die Vorbereitungen waren berechtigt und im Nachinein war ich auch froh, diese getroffen zu haben. Nur der Lageplan des Friedhofs hat mir absolut wenig genutzt. Das wird sich am Tag der Ankunft erst herausstellen… Spannend bis zum Schluss. Ich bin schon lange der Meinung, dass man im Internet fast alles finden kann. Von einer Nadel bis zum Elefanten ;-) Benutze es selbst zu Hause erst seit 2002. Davor ausschliesslich in der Bibliothek oder in damals unzähligen Internetcafes der Stadt. Aber erst zu Hause habe ich diese Welt vollständig erforschen können. Wenn man das überhaupt sagen kann. Aber das was ich brauche, kenne ich gut. Alles eine Sache der Übung ;-) Auch diese Welt hatte viel mit meiner Neugierde zu tun. Mit dem Kindsein auch im Erwachsenenalter. Aber auch eine gewisse Portion Mut, Experimentierfreude und Willen gehörten dazu. Vielleicht nur ganz am Anfang war ich ein Web-Junkie ;-) Danach, nachdem die anfängliche Unsicherheit und riesen Interesse langsam abflauten, normalisierte sich alles. Eben das Kind im Manne ;-) Ich weiß nicht, wieviele Stunden ich damals bei dem grossen blauen „A“ verbrachte. Chatten, mailen, Musikdownloads, Bilder, Koch- und Backrezepte, Informationen über Drogen für meine Arbeit, Literatur… Alles völlig neu, vollkommen fremd und so verlockend. Aber auch fruchtbar. Irgendwann, ganz am Anfang meiner Arbeit in der Klinik besuchte ich ein Seminar über die neue Technik und belegte (wie fast alle Mitarbeiter des Krankenhauses) einen PC-Crash-Kurs. Da war ich bereits angesteckt ;-) Und eine Bezeichunung des Ganzen geht mir (auch heute noch!) nicht mehr aus dem Kopf – „Bleistift der Zukunft“. Das ist es. PC´s sind genau das geworden. Nicht nur. Auch Bibliotheken oder Einkaufszentren fürs Zuhause, Leinwand und Musikstudio, Heimkino und Fernseher auf dem Schreibtisch, Fotoalbum und Briefkasten unserer Geschichten. Und Stück für Stück wurde ich zu einem, sagen wir mal bescheiden, PC-Versteher ;-) Diese Zeit hat sich gelohnt, war wirklich fruchtbar. Sowohl für mein Leben an sich, als auch für meinen Arbeitsplatz. Kann mich noch heute, genauso wie an die Zeiten von vor einem Monat daran erinnern, wie ich von meiner damaligen Stationsleitung, selbst schon fast 50 geworden – lernen musste, was ein PC ist, wie man eine Datei im OSX schreibt, wie man sie speichert, wo ablegen muss… Im Jahr 1997. Heute schreibe ich selbst Bücher mit diesem schlanken Titan-Bleistift mit Schirmchen ;-) Sehe meine Bank nur dann von innen, wenn ich mir die Kontoauszüge holen muss. Komponiere selbst meine Klingeltöne für das Handy. Versuchte mich auch schon mal selbst als Sänger ;-) Malen tue ich regelmässig, fast schon aus Gewohnheit. Spare Geld durch das SMSen über das Netz. Spare noch mehr durch die Preisvergleiche, wenn ich etwas brauche. Sehe Sachen im Web, für die ich nicht mal wusste, dass sie existieren. Reise. Sehe schöne Ecken der Welt, von denen ich früher nur träumen konnte. Kommuniziere über diesen Bleistift. Schreibe mein Herz heraus. Weiß zwei Wochen vorher, was es Neues beim Aldi gibt ;-) Koche, wenn ich es möchte, Sachen aus allen Herrenländern, verdiene mit dieser Kiste sogar Geld. Und nicht zu vergessen – Menschen. Einige von ihnen, die ich aus meiner Zeit in Deutschland kenne – lernte ich im Netz kennen. Und über sie andere Menschen. Ich schäme mich nicht mal dafür. Im Gegenteil! Hätten wir uns so gesucht, auf „normalen“ Wegen, hätten wir uns nie gefunden. Behaupte ich. Und vor allem, hätten wir es nicht so und so lange erhalten können. Statt Sandkasten – Chipkasten. Und es funktioniert. Gerade ohne so wunderbar. Das fasziniert mich an diese Materie immer noch so sehr. Für fast alles im Leben „da draussen“ drückst du irgendwann die Enter-Taste. Triffst eine Entscheidung. Speicherst etwas. Erinnerungen auf der grauen Festplatte. Gehst weiter. Tippst eine neue Seite ein. Suchst deinen Weg manchmal auch beim Goockle. Und lebst auf Standby dein Leben irgendwo in der Natur, im Zoo, bei einem Kaffee mit der besten Freundin, zu Hause und ohne PC. Fährst dich jede Nacht herunter, am nächsten Morgen wieder hoch und mit Kaffee, meldest dich bei den Freunden über kostenlose SMS-Anbieter. Schreibst ab und an mal eine schöne Mail. Gehst auf Arbeit und ärgerst dich wieder über die Kisten und ihre lahme Geschwindikeit und sehnst dich automatisch wieder nach Ruhezustand des Privaten. Des wahren Lebens… Ein endloser Kreis. Und trotzdem musst du mitgehen. Bleistifte werden immer besser. Immer schneller. Diese Dinger sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Aber es tut auch mal gut, wenn wir selbst sie ab und an für eine längere Zeit wegdenken. Zum Beispiel mit einem Urlaub in Hamburg :-) Schon im Vorfeld dieser Reise habe ich versucht, die Technik wegzudenken. Zwangsläufig. Auch einige Menschen. Gerade die, die ich so liebte. Eine Frau, meine Familie in Kroatien, viele Erinnerungen, vieles aus meinem wahren Leben. Aber hätte es diese Technik nicht gegeben, hätte mich meine Reise nie nach Hamburg geführt. Und ich hätte einige dieser Menschen wahrscheinlich für immer verloren, andere Menschen nie getroffen. Ich hatte aber oft, gerade in den letzten Jahren – Vorahnungen. Manche dieser Geschichten waren fast mystisch. Ein Rabe aus der Uri Geller-Show ist nichts dagegen ;-) Jedoch haben mich (auch) diese mystische Dinge geradewegs nach Hamburg geführt. Nicht nur zu den Engeln. Auch zu vielen neuen Menschen, die gerade dieses Zauberhafte letztendlich auch ausgemacht haben. Daher erscheinen folgende Sätze fast unwichtig. Aber auch sie, gerade sie – haben meinen Hamburg-Urlaub in seiner Essenz ausgemacht. So verbrachte ich auch den letzten Tag vor Hamburg im Stress. Für mich ungewöhnlich. Ich bin eher ein Denker und Planer. Reisen aber, sie machen mich unruhig. So habe ich am letzten Tag die Reisemusik in der Bibliothek geholt. Ausserdem einen Reisführer und einen Stadtplan. Ohne sie, auch das hat sich erst im Nachinein herausgestellt – wäre ich aufgeschmissen gewesen. Meine kleine Tour führte mich auch zum Neu-Ankleiden. Chick & Andrej :-) Ich wollte mich für Häschen und für diese coole Stadt hübsch machen. Den letzten Sakko habe ich mir für eine Oper gekauft. Ein Mensch und viele Engel waren es mir die Mühe wert. Hungerknochen war ich auch noch nie. So fuhr ich weiter zu meinen Liebligssupermärkten. Und zum Schluss auch zur Bank. Am 15.8.2009, aber auch zum letzten Mal, bis heute – von innen gesehen ;-). Nach Hause erst gegen Abend gekommen, aufgeräumt, eingeräumt, sortiert, gepackt, gekocht, gefreut… Musik aufgenommen, auf den Player übertragen, 6 Akkus aufgeladen (2 für Handies, 4 für Kameras, das Verhältnis der Wichtigkeit ;-). Dann wegen des Kamera-Stativ irgendwann wieder alles ausgepackt, weil das schnuckellige Ding nicht in die Reisetasche passte. Auseinandergebaut, wieder eingepackt… Endlose Kreise… ;-) Das Hotel angerufen, man weiß ja nie… Bestätigung der Buchung bekommen, die Reise konnte beginnen. Erst mit der Dunkelheit wurde ich wieder ruhiger. Seit dem Morgen um 6 nicht mehr geschlafen. War mir egal. Jemand wollte mich sehen. Ich wollte jemanden sehen. Erst dadurch wurde mein Puls ruhiger, sicherer. Trotzdem erst 20 Minuten vor der letzten U-Bahn noch geduscht. Das letzte Aufputschen vor der totalen Ruhe. Wenigstens musste ich auf die Bahn nicht lange warten ;-) Nur die Engel warteten. Auf mich. Und jemand anders machte sich auf seine eigene Reise auf. Die Reise ins Ich. Und ins Mich ;-) Die erste Reise meines Lebens, die mich nicht nach Kroatien zurück führte. Obwohl sie mit einem kroatischen Charterflug weiterging. Frachter aus Zürich via Wien, München und Köln nach Hamburg. Kroaten sind geduldig. Halten viel aus :-) Die erste Reise, die nicht nach Hause ging. Ob es wirklich so war, wird sich erst zeigen. Aber es war eine Reise, die mich, obwohl ich sportlich und trainiert bin – mit Blasen auf den Füssen und humpelnd aus Hamburg zurückkommen ließ. Das ist nur eine der wenigen Fragen, auf die ich eine Antwort bekam. Physische und seelische Verletzungen. Zwar waren meine eigene weniger, dafür die Reise umso weiter, länger. Warum sie gerade so oft durch Parks führte, warum sie beinahe wie ein Remake des Films „Forrest Gump“ aussah, wusste ich am Anfang nicht. Ich habe es leider nur geahnt. Wie die Ahnung, was diese kleine Meise, die mich nach dem Tod meiner Mutter tagtäglich auf dem Balkon besuchte, für eine Bedeutung hatte. Aber ich wusste sie nicht. Ihre Bedeutung wird mir für immer ein Rätsel bleiben. Ich glaube, keiner hätte es gewusst. Bis auf einen. Den kleinen Grünen im Friedhofspark in Ohlsdorf. Typisch ich… Jetzt, obwohl ich den Artikel eigentlich ruhig und schön beenden wollte, muss ich grinsen. Der kleine Grüne hat den selben langen Zeigefinger wie E.T.. Nach Hause. Telefonieren, Fotografieren, Laufen, Urlauben oder Bankdrücken… Völlig egal. Das Geile an der Reise kommt erst noch. Das Bildchen mit den Kornkreisen auf der heutigen Goockle-Seite ist von mir. Das weiß aber auch (k)einer ;-)

Bis bald… ;-)

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HIER WIRD GETWITTERT ;-)

  • Zurück aus Berlin. Liebe(s)-Urlaub mit 5Sternen. Nicht viel von der Stadt gesehen,dafür nur Augen für einen Menschen gehabt.Du bist klasse! 1 month ago
  • denkt (heute umso mehr) beim 1.Kaffee darüber nach, was er hat und grinst sich einen. Laute Geschenke. Menschen,die man nie vergisst... 3 months ago
  • Ein heißer Aldi-Kaffee, Aufwachen mit liebevollen Gedanken, die später ihren Zettel fanden-ergeben 1neuen,sonnigen Tag in K. Trotz Regen. 3 months ago
  • Findet kurzes Nickerchen nach 3Frühdiensten voll in Ordnung. Friseurbesuche von Frauen nach Feierabend auch.Danach sehen beide toll aus:-)) 3 months ago
  • @DanielPalm Gute Besserung! Nicht nur von Berufs wegen ;-) So lange Du nicht beim Husten quiekst :-X Steife Brise war´s. Bestimmt :-) 3 months ago
  • Schon toll.. Wenn man auch in eigener Stadt Engel hat. Früher Hasi fängt die Flügel... (Kroatische Wortwendung :-) 3 months ago
  • genießt das Grau in Köln.Mal wieder;)Dafür mit Abwechslung.Heute mit Kerzen und Senseo.Frühstück followe ich auch gleich.Schnupper-es.de :-P 3 months ago
  • weiß, was er hat... Noch bekommen wird... Und bemüht sich, das alles zu erhalten... Auch hier sei gesagt:Wie gut,dass es Zettel gibt ;-) 3 months ago

 

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