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Ene Besuch em Zoo, oh oh oh ooh…

Ne wat es dat schön, ne wat es dat schön ;-)

Pinguin

Pinguin

Gorilla

Gorilla

Erdmännchen

Erdmännchen

Leopard

Leopard

Tiger

Tiger

Zu guter Letzt habe ich mir heute Abend noch 3 Bilder ausgesucht. Bilder über Gefühle. Dasselbe, was mich mindestens einmal im Jahr in den Zoo treibt. Abgesehen von den schönen Bildern :-) Gefühle, die auch mein Hobby jedes Mal aufs Neue in mir auslöst, wenn ich meine Kameras in den Rucksack packe. Bis auf den ersten Teil des Wortes „Mutterliebe“ :-) Alles bildliche Beweise dafür, dass uns Tiere sehr ähneln. Oder wir ihnen… Beweise für ein Herz. Nicht nur für Tiere…

Mutterliebe

Mutterliebe

Wachsamkeit

Wachsamkeit

Gelassenheit

Gelassenheit

WIR in Hamburg

W Wie WIR

W Wie WIR

Da haben die Engel alles gegeben… WIR auch ;-) Der allerschönste Kurzurlaub meines Lebens! Und ich verspreche nicht zu viel! Der Bericht folgt…

Bis bald :-)

Über den Dächern von Berlin

BV

BV

Blanka Vlašić gewinnt mit einem Sprung von 2,04m das WM-Hochsprung-Gold am Donnerstagabend in Berlin. Zum 2. Mal hintereinander! Das ist meine Freude, meinen Stolz und eine Notiz in meinem Blog allemal wert :-) Bravo, Blanka!

Die Pilgerreisen von Hasen (Die Sonnenbank)

Ich liebe sie! Das ist das Einzige, was ich heute aufschreiben werde. Wenig, sagt aber trotzdem alles, braucht meine Umschreibungen nicht. Meine Sonne hinter der silbernen…


Engel-Ohlsdorf-Squirrelized

Engel-Ohlsdorf-Squirrelized


17.08.2009 10:41

Ja! Ich musste dich zuerst sehen, um ihn sehen zu können… Jetzt begreife ich alles! Auch warum ich hier bin. Und heule wieder… Zu Füßen…

GRÜSSE AUS KANADA :-)

PROMINENTES EICHHÖRNCHEN


Die Sonnenbank von Schlump(f)

Die Sonnenbank von Schlump(f)

„Weltliche Dinge muss man erkennen, damit man sie lieben kann. Göttliche Dinge muss man lieben, damit man sie erkennen kann.“  Blaise Pascal

Glück (über meine Engel…)

Was immer du denkst, wohin ich führe,
wohin es führt, vielleicht nur hinters Licht.
Du bist ein Geschenk, seit ich dich kenne,
seit ich dich kenne, trage ich Glück im Blick…

Herbert Grönemeyer, Glück 2008 © EMI Music Germany GmbH & Co KG/Grönland

Für die, die es noch nicht wissen…

Zum 1. Mal hier. Und demnächst mit ihrem Sohn in Ohlsdorf ;-) WIR MACHEN Urlaub :-) Tja… Die Internetwelt und die Welt dahinter… Ich bin noch jung. Das Auge hier auch ;-) Und Geld brauchen wir immer :-))


Baš si draga ;-) Danke für das Foto! Und fang schon mal an, an der Veranda zu werkeln :-)

Was du nicht weißt… Ich weiß es ;-) Wer du bist…

Gavran

Gavran

Auf der schwarzen Asche deiner Enttäuschung keimt neue Zuversicht aus dem lebensspendenden Tau deiner Tränen.
Brigitte Bohnhorst

Für Diejenige, die mich so oft über „hab dich lieb“ hier bei WordPress findet ;-)

Und noch eine M(ääh)M(ääh)S zum Schluss ;-)

Dankeschön lieber Hasi und fantastisch, dass du dran gedacht hast! Jägermeister ist heute mein Freund :-)

Meiner auch. Und Cola die Freundin ;-P

Tschö und moin, moin!

Ich kann es kaum erwarten. Aber ich kann noch ein bisschen warten. Sei ruhig mein Herz, bald geht die Sonne am Meer auf… Was werden wir miteinander lachen! Meine Engel. Und ich. Ihnen zu Füßen… Unheimliche Begegnungen der Herzensart. Fliegen auf Erden. Heiligenscheine der Glückseligkeit. Urlaub ist sexy.  Goodbye WordPress! Hallo Kranich! Zdravo prijatelji! Vidimo se…

Eine(r) von uns. Die Hasenbande…

… Die Gläubigen. Eine von denen, die mich nicht gehen lassen wollen, können. Auch dann, wenn sie selbst gegangen sind. Sie wissen, was sie an sich und wir an uns haben, in sich tragen. Das Gute. Das Gute, an das wir glauben. Das gute Wir in uns. Wir, die Wissenden. Die Unzertrennlichen. Die Welt kann untergehen, wir können die Menschen hassen, uns nur selten sehen und meist nur am Telefon lesen… Aber auch dann bleiben wir – Hasen ;-) Und glauben immer noch daran, dass alles gut wird. Die Frage ist nicht wann. Früher oder später… Das wird es ;-)

05.08.2009   17:46

Hey Hasi, gehts gut? Sag mal, hast du dich bei wkw aus dem Staub gemacht, ohne was zu sagen? Wann startet dein Urlaub? Die Email Adresse bleibt, oder?

Nina M.

In der zweiten Augusthälfte starten wir durch. Erstmal nach Hamburg. Hoffentlich mit einer sicheren Landung und mit beiden Flügeln in der Luft :-) Engel am Ohlsdorf rufen schon ganz laut: „Haaaasiiiieee!!!“ :-) Muss “Moin, moin“ lernen. Ramona hätte ihre helle Freude daran :-) Die Fischmutter. Der Fisch-Stiefvater geht dieses Jahr auch pilgern. Erstmal in der Nähe. Dafür 4 Tage lang und nur im Kreis ;-) Bleibt. Nur ich gehe. Mach mich aus dem Staub ;-) Temporär… Staub zu Staub und Hasi zu Bronze ;-)

Morgens, 6:10 in Deutschland (Abschiede)

Heute schon der dritte. Ich wundere mich manchmal wirklich, woher ich die Kraft nehme, um immer noch lächeln zu können. Vermutlich daher, wo ich bald hingehen werde. Wo wir bald hingehen werden :-) Vermutlich auch deswegen:

Diese Mail habe ich an mich selbst geschickt. Zwei Minuten nach dem vorletzten Abschied für heute. Gedächtnisprotokolle. Rote Faden. Für (immer noch) ein wunderschönes Leben. Wenn es schon manchmal nicht Wir sein kann, dann wie die Möwen: Meins, meins :-)

„Ich muss schnell schreiben. Damit ich nichts vergesse. Weil wieder schön. Weil Andere. Über mich. Und kein Diktiergerät zur Hand. So ein Mist! Etwas so Wunderschönes bekomme ich nicht all zu oft gesagt. Daher ist es mir wichtig, mich, auch irgendwann später – genau an diese Minuten, an diesen Tag und an diese Worte zu erinnern:  „Sie akzeptieren uns, schaffen es bei jedem Einzelnen. Nehmen uns so wie wir sind und bekommen auch von uns diese Akzeptanz zurück. Sie verschaffen sich von Jedem Respekt, und werden trotzdem, so wie Sie es tun, wie Ihre Art ist – von allen, durch die Bank – geliebt. (Genau dieses Wort hat sie benutzt. Wollte ich nicht hören. Bin auch sicher nicht Everybody´s Darling. Aber ich weiß, was sie meinte. Geben und nehmen :-) Sie machen das ganz toll! Sie sind großartig! Das ist, bei so einer Horde wie uns – eine Kunst. Sie beherrschen sie. Und Sie, gerade Sie, tun mir immer gut. Wünsche Ihnen auch: Alles Gute! Von ganzem Herzen!“

Frau B. (Abschied von mir vor ihrer Langzeittherapie)“

Das war der (vor)letzte und der einzige Abschied für heute über den ich schreibe. Dafür der Schönste. Ich verabschiede mich auch. Von hier. Und mache woanders weiter. Unter meinem richtigen Namen. Unter dem (oder als das), was ich wirklich bin. Ich geh` sonst auch kaputt. Vor Schönheit. Vor dem, was mir meine Engel in diesen letzten Tagen schenken. Wartet nur, ich bin bald da! Dann kriegt Ihr auch alles wieder zurück :-) Mich kann NIEMAND, Nichts und Niemand von meinem Weg abbringen. Vielleicht überzeugen, ihn anders zu gehen, aber dafür muss er verdammt gut sein. Mir ähnlich. Stark. Stark genug, um meine eigene Überzeugung brechen zu können! Um dann genau das zurückzubekommen, was ich selbst immer bereit war, bin und wäre – zu geben. Aus Überzeugung. Mein eigenes Fleisch und Blut. Mein Kopf und mein Herz. Alles. Für seine Überzeugung. Für ihn. Für sie. Ohne Wenn und Aber und für keine andere. Wenn mich überhaupt noch etwas schafft, kriegt, kaputt bekommt – dann ist es die Schönheit. Auch die Schönhet einer einzigen Frau. EINER Frau. Der meinen. Die, die ich schon immer geliebt habe. Und die ich für immer lieben werde. Ich schrieb hier bereits etwas über Vorstellungskraft und Wissen. Vielleicht wisst Ihr es jetzt. Niemand…

Berlin bleibt trotzdem unsere Stadt. Eines Tages… Nein, wir werden dann nicht mehr kommunizieren. Keine Türchen und erst recht keine Hintertürchen. Wären nur neue und gleiche Fehler. Den Weg, den man eingeschlagen hat, sollte man auch gehen. Gerade dann, wenn uns jemand dabei begleitet und in unseren Gedanken ist. Wir werden uns auch nie (wieder) sehen oder hören. Nie wieder. Vertane Chancen bleiben vertan. Wir aber, werden eines anderen Tages dort leben. WIR. Das Leben der Anderen… :-) Neue Chancen. Möglichkeiten. Hoffnungen und Träume. Um das Beste daraus zu machen.

Alles Gute! (Trotzdem lieb gehabt :-) Oder geliebt. Ansichtsache. Vorstellungskraft. Wissen tut´s nur einer. Die Richtige.

I’m letting you go, but I won’t let you know. Neil Diamond

Jag håller om dig! Und: DANKE! Willkommen zurück, Frau Schön :-) Ich vergesse auch nie, nie wieder - den Grund. Den Grund, warum mir die Liebe zufiel. Fallen Angels. Einige wissen gar nicht, was ihnen manchmal zufällt. Erst dann, wenn es ihnen wieder aus den Händen entglitten, gefallen ist. Danke dafür, dass du mich auch im Norden lieb hast. An uns denkst. Du bist… Echt stark :-)

Und für diejenigen, die mich auf welche Art und Weise auch immer geliebt haben, sage ich auch DANKESCHÖN!! Möge Euer Weg genauso glücklich verlaufen, wie das Stück meines mit Euch. Trotz mancher Sackgassen, Umleitungen, Steinen oder Mauern auf ihm. Von Maja habe ich auch die Gründe dieser Wege gelernt. Warum sich bestimmte Wege auftun.  Warum wir sie gehen. Um nie von ihnen abzukommen. Gehen, ganz gleich, wie steinig sie und wie schwer unsere Schritte entlang dieser Wege manchmal sind. Um sie nie wieder aus den Augen zu verlieren. Auch Maja selbst nicht. Auch meine Frau nicht. Ich gebe das Gelernte weiter. An Euch. Meine leise und wortkarge Geschenke zum Abschied. Ich schaue nur noch manchmal zurück. Um mich nicht zu verlieren, um mich nicht zu verirren. Um mich als Mensch zu verabschieden. Oder vielleicht auch, um zu verzeihen. Wenn es verzeilich ist. Doch Manches kann man nicht verzeihen. Fehler machen wir alle. Aber bevor ich selbst alt, ein Suchender, ein Blinder oder uneins mit mir selbst werde – gehe ich lieber. Das bin ich nicht. Zugegeben, ich war es einst. Aber nicht mehr. Daher finde ich regelmässig Menschen, die ich gar nicht suchen muss.  Selbstfindung und Einanderfindung. Und der Weg dahin…

Ich gehe weiter und schaue wieder nach vorn. Um den Mut nicht zu verlieren. Um meine Würde wieder zu finden. Um zu vergessen. Um das Ziel zu erreichen. Um glücklich zu bleiben. Oder um jemand Anderen willkommen zu heißen… Meinen Weggefährten. Meinen wiederaufgestandenen Engel :-) Und gerade auch einen Mai(a:)käfer, der auf meinem Notebook gelandet ist. Glück. Auf. Dem Weg. Und unter Tage… Tage, Monate, Jahrestage… Wenn sie es wert sind, gehst du mit. Machst du nix ;-) Und wenn nicht, gehst du auch. Manchmal auch alleine. Sollisten. Bis es dich wieder trifft. Oder du jemand. Oder Beides :-) Wie Recycling. Ein-Weg-Vollgut von Menschen. Das alte Leergut auf dem Zweitweg gibst du einfach zurück. Und kriegst Lehrgeld dafür. Wegezoll. Beglichen und danach selbst, wenn du Glück hast,  vielleicht auch - ausgeglichen. Um andere, die ihr Leben, egal wie, mit deinem teilen wollen – zu sehen, sie zu treffen. Auch: Mittendrin. Volltreffer des Lebensmuskel. Um mit ihnen zu gehen. Mitzugehen. Reisen. Gradlinig. Trips des Lebens, Konstanten des Universums und Rausch des Wir. Postkarten der Seelen. Alles andere sind nur Begegnungen. Zufälle. Vergänglich. Nichts Festes. Wenig wert. Keine Hingucker, keine Seher, keine Träumer. Mein Herz, das ist mir wichtig. Um es mit denen zu teilen, die es haben wollen. Teilen. Schenken. Viel wichtiger als das, was es manchmal bricht. Narben auf der Seele bedeuten… I`m still alive :-) Und sie heilen schnell. Ich bin nicht umsonst Pfleger geworden. Auch wenn sie ein ganz schönes Patchwork vieler verschiedener Menschen und Zeiten hinterlassen. Altkleidersammlung meines Ich. Manchmal gar nicht so schlecht. Brauch im Winter keine Shoppingtouren. Wärmt auch. Nicht immer, aber überwiegend. Für viele weitere Winter. Und mit Glück, auch für viele andere, neue Menschen. Meine Mit-Menschen.

Vögel sterben singend… Ich habe zwar auch einen, aber… Ich bin noch nicht tot und ich habe noch viel zum Zwitschern. Für die, die es hören wollen…  Die Anderen, die tun mich nur noch mehr inspirieren ;-) Ist auch eine Kunst. Kunst, die Tag ein, Tag aus – mittlerweile (über den Daumen) etwa 70 -100 Menschen interessiert. Voll… Gut :-)

 

 Andrej J. (Der Mann, mit dem richtigen Namen :-) 2009

Da haben wir den (Kleeblatt) Salat

Meine Nahrung heute ist Schreiben. Schreiben und Wachsein. Aber statt satt zu sein, spüre ich nur Hunger. Sehnsucht. Sehnsucht nach dem Teilen. Nach dem Schreiben. Nach dem, was ich gut kann. Eigentlich wollte ich nicht mehr, befinde mich im Vor-Urlaub-Ruhestand. Aber es ist egal. Einiges wieder zugefallen. Vorgefallen. Es scheint mir wichtig, dies aufzuschreiben. Für später. Für meine Nachkommen :-)

Gestern war der 3. August 2009. Ein Tag, der nie wieder kommen wird. Ich wünsche mir, dass er bei einer Sache nie wieder kommt. Weil mies. Ich. Meine Mitmenschen. Verdreht. Dargestellt. Stelle mir nur die Frage: Wer eigentlich? Aber auch nicht so wichtig. Für seine Gefühle kann keiner was.

So erstaunlich, wie ich mein Leben zu verstehen versuche und manchmal mit weit geöffneten Augen betrachte – wäre ich nicht ich, wenn ich ausgerechnet an so einem Tag nicht so viel Glück empfunden hätte. Schönes Leben. Ein schöner Tag mehr. Trotz zwischenzeitlicher Störungen.  Ein Tag zum Doch-Nicht-Vergessen. 15 Minuten nach dieser SMS kam eine neue. Eine andere. Eine Andere. Schöne.

Das war nur der Anfang. Ich hatte viel Zeit. Der Fernseher interessierte mich nicht. Schönheit umso mehr. Und so freute ich mich über die leckeren Chickenwings vom Küchenchef, über die SMS danach und hörte wieder Musik. Das Gewitterlied ;-) Fragen Sie mich aber bitte nicht, warum! Oh Gott, ich weiß es nicht, wirklich nicht. Vielleicht nur, um zu vergessen. Und gerade kommt im Radio „One“ von U 2… One need tonight… Schreiben, schreiben, schreiben;-) Diesen einen Artikel. Noch einen letzten. Vor unserer nächsten Reise. Hat auch damit was zu tun. Sehr viel sogar. Die Reise ins Ich.

Also… Ich hörte Musik und versuchte mich so aufzuraffen, etwas aufzupeppeln, für die letzten Nachtdienste. Gleichzeitig suchte ich Ablenkung. Vor dem Zugefallenen und vor dem Handy. Und wenn da keine Engel im Spiel waren, dann weiß ich auch nicht… Chicken-Wings und Engelflügel… Wunderschöne Musik, die mich erfolgreich versuchte, zu beruhigen. Die SMS dazu… Ja, immer schön ruhig mit den jungen, scheuen Pferden… Oder Hasen :-) Nichts gemacht. Nur Musik gehört, gesessen und nachgedacht. Bis die Zeit um war und ich arbeiten gehen musste. Dort fängt diese Story eigentlich an.

Ich war gerade mal durch die Stationstür und schon vernahm ich… Die erste Sternschnuppe. „Einen wunderschönen guten Abend, Pfleger Andrej!“. Von einem Patienten. Ich höre so etwas. Ganz genau. Laut und deutlich :-) Gerade dieses „Wunderschönen“. Und schon lächelte ich. Glücklich. 10 weitere Schritte später erhellte mich die nächste Sternschnuppe. Ein lautes, heiteres Mainzelmännchen-Ghhuutnaaaaaaabnnnnd. Schon hatten sie mich :-) Ich lachte wieder. So laut und so lange ich konnte. Man muss sich das so vorstellen: Psychiatrie. Suchtstation. Von aussen betrachtet (hätte ich nicht meine Augen im Kopf und das Glück, diese meine Seele geschenkt zu bekommen) – eigentlich ein schlimmer Begriff. Suchtkrank zu sein ist kein Vergnügen. Menschen dahinter sind meistens alles andere als fröhlich, lebenslustig oder für die Realität des Lebens von seiner schönen Seite empfänglich. Und ausgerechnet einer der schwerstkranken Patienten machte schon meinen Dienstantritt mit diesem „Ghhuutnaaaaaaabnnnnd“ zu einem Glückskeks. Den ich direkt selber backen und wieder zurückgeben musste. Ich kommentierte diese Begrüßung mit den Worten „Und ich dachte, ich wäre der Einzige hier, der einen Knall hat!“ Blieb nicht ohne Folgen. Wir mussten daraufhin alle lachen.

Die Realität des Lebens wartete im Übergaberaum. Ein ganzer Sternschnuppen-Regen. Gut, zu Hause kennt mich jeder :-) Nachbarn, gerade mein kugelförmiger und super netter Hausverwalter, respektieren mich, nehmen mich, so wie ich bin. Meistens unterwegs zum Silberpfeil, meistens in Eile, gestresst, kurzgebunden… Trotzdem kriegen sie mich auch. Kriegen mich dazu, einen kurzen Plausch mit ihnen zu halten, erzählen mir Neuigkeiten aus dem Haus, Probleme, die anstehen, Reparaturen, Versammlungen… Respekt ist eine tolle Sache! Muss man sich auch erarbeiten. Verdienen. Fällt nicht einfach so einem zu. Ich weiß, warum. Ich bleibe, auch wenn ich nur noch am Rennen bin, stehen. Sehe diese Menschen an. Höre ihnen zu. Schenke ihnen etwas von meiner Zeit, meinem Ohr, meinen Augen, meinem Ich. Am Ende bleibt sehr viel. Auch für mich selbst übrig. Glück. Gestillte Sehnsucht nach dem Reden. Informationen. Zuhören. Wissen. Ein ruhiges, geordnetes Leben. Hätte ich diese Menschen nicht, hätten wir die Überschwemmung vorletztes Jahr nicht überstehen können. Im Grunde Fremde. Fremde Menschen. Egal ob Nachbarn, Deutsche oder Kroaten. In der Not steht man zusammen. Man hilft einander. Bekommt das Ohr, die Augen oder die Zeit wieder zurück. Etwas Menschlichkeit, gerade dann, wenn es mies ist, wenn es einem schlecht geht. Geben und Nehmen. Nichts anderes beinhaltet meine Arbeit. Ein sozialer, vielleicht noch helfender Beruf. Hilfe zur Selbsthilfe. Wegweiser, Strukturen, ein Stück Mensch… Und vor allem Achtung. Respekt. Sie ahnen schon… Diese Begrüßungen waren nichts anderes. Respekt mir gegenüber. Vielleicht Kleinigeiten. Wenn man sie überhaupt kann. Kleinigkeiten, die mir aber nicht nur die Welt bedeuten. Nein, ein ganzes Universum! Ich weiß, was ich kann! Ich weiß, wer ich bin. Woher ich komme, wer mich so großartig erzogen hat, warum ich bis zu meiner Volljährigkeit so gerne zu Hause war. Ich wollte (und konnte) noch vieles lernen. Über die Menschlichkeit. Über das Gute. Über die Menschen selbst. Und über mich. Nicht mal mit 35 Jahren kam ich herein oder verließ ich dieses, unsere Haus, ohne ein „Hallo“ zu sagen. Oder einen „Guten…“ zu wünschen. Kleinigkeiten, so groß wie dieses Haus selbst. So großartig, wie diese Menschen, die es bewohnt haben, mich prägten, es und mich – mit Leben füllten. Mit Wissen, mit Ruhe, geordnet, wegweisend, strukturiert. Voller Liebe, voller Menschen, voller Menschlichkeit. Aber dennoch – keine Selbstverständlichkeit. Alles – harte Arbeit. Und all das kam und kommt irgendwann wieder zurück. Wenn man andere respektiert und akzeptiert, bekommt man genau das – selbst wieder zurück.

Meine Mutter lächelt jetzt sicherlich mit den Engeln zusammen. Was sie wusste… Diese kühle Kölner Nacht ist trotzdem voller Wärme. Ich kann nicht anders. Ich wiederhole mich oft. Ich konnte auch damals nicht anders, als ich an sie den letzten Brief ihres Sohnes schrieb. Den Brief, den sie mit ins Grab nahm. Ein kurzer, kleiner Brief. Geschrieben in Eile, völlig fertig und müde von der langen Reise, fast zu spät gekommen, um ihr ein letztes Mal „Bog, vidimo se.“ (Tschüß, wir sehen uns) zu sagen. Ich kam noch rechtzeitig. Konnte noch das aufschreiben, was mein Herz mir sagte. Der Kopf war tagelang aus. Das, was ich ihr noch sagen wollte. Mich in Würde und Güte von ihr verabschieden. Auch wenn uns das Leben auseinanderriß. Und viel Wut hinterließ. In der Hoffnung, dass sie eines Tages stolz auf mich sein würde. Das wurde sie. Menschen aus diesem Haus sind es. Letztenendlich auch ich selbst auf mich. Aus mir ist etwas geworden. Etwas Gutes. Das, woran sie auch selbst geglaubt und wovon sie geträumt hat. Daher weiß ich, während ich diesen „Brief“ schreibe, lächelt sie. Das gleiche Lächeln wie ich, als ich gestern Abend zum Dienst kam. Abschiede mit Würde und Willkommenheißen mit Freude. Gar nicht mal ausschliesslich kroatische Tugenden :-) Es ist nichts anderes. Nicht viel anders als sonst. Meine Nachbarn, meine Patienten, meine Familie, meine Freunde… Nichts anderes. Aber etwas Besonderes. Weil ich mich darüber freuen kann. Weil ich es sehen, spüren, erleben kann. Und behalten kann. Ich bewahre es mir auf, keine Sorge, Katrin :-) Wenn ich nicht so wäre, wäre ich mit Sicherheit auch nicht so glücklich, hätte bestimmt nicht so ein schönes Leben und gute Menschen um mich herum, die es als solches ausmachen. Ich hätte auch nicht die Menschen gesehen und erlebt – Menschen, die mir völlig fremd sind oder waren – Menschen, die aber genauso Wegweiser meiner Pilgerreise sind, wie die Menschen, die mich wirklich kennen. Menschen auf der Strasse, die mir meinen Weg freimachen, wenn ich mit dem Rädchen unterwegs bin. Menschen, denen ich immer ein „Danke!“ dafür zurufe. Menschen, von denen ich daraufhin ausnahmslos ein „Bitte“ oder (wenn ich ganz viel Glück habe :-) ein „Bitteschön“ entgegnet bekomme. Menschen auf dem Melaten, in der U-Bahn, im Supermarkt… Dann wundert es mich auch nicht, wenn mich meine Kollegen und Patienten genauso behandeln. Meine Freunde. Maja, Margot, Igor… Wie sie in meinem Beisein glücklich sind. Dankbar dafür sind. Sich auf mich freuen. Genauso wie ich auf sie. Weil ich sie genauso behandle, wie meine anderen Mitmenschen. Freundschaften pflege. So wie ich meine Arbeit auch verrichte und mich über diese kostbare, kleine aber wunderschöne Momente dabei erfreuen kann. Behalten kann. Kein Pflegel. Pfleger. Ein Stück Mensch, Seele, Würde und Vertrauen. Gerade dann, wenn diese so kaputt sind. Wir, die „Anderen“, sind gar nicht so anders. Wir haben manchmal auch einen schlechten Tag, kriegen doofe SMSen, freuen uns nicht unbedingt auf Regen und Stress, Unruhe und Elend der Krankheit, auf Liebeskummer und Entgleiten des gedacht Befestigten, auf Streitigkeiten, Boshaftigkeiten… Aber wenn ich nicht so wäre, nicht genau so geworden wäre – wäre aus mir vielleicht ein Kaufmann oder Jurist geworden. Aber auch menschlich, aufrichtig und ehrlich? Wohl kaum. Vielleicht etwas Besseres als das, was ich heute bin. Aber definitiv wäre dieser Weg der falsche. Nicht der meine. Nicht der, auf den mich meine Familie und mein ganzes „altes“ Leben schicken wollten. Ich wäre nicht glücklich geworden. Zumindest nicht so, wie ich es heute empfinde. Wenn ich dabei bin, das zu machen, was ich gut kann. Geben und Nehmen.

Und je mehr ich so schreibe… :-) Auch dadurch bin ich immer mehr davon überzeugt, dass ich nur deswegen manche Sachen eben besser kann, als manch Andere sie können. Aber bleibe dabei bescheiden. Hebe nicht ab. Kleinigkeiten eben, in denen ich etwas besser bin. Ich hätte, ohne dieser Geschichten, ohne diesen Weg gegangen zu sein – auch nie so gut schreiben lernen können. Ohne zugehört zu haben, hätte ich selbst auch nicht viel zu erzählen. Daher ist mir das Reden so wichtig. Gerade in meinem Job. Und das kann auch nicht jeder. Gerade die Männer nicht. Ich hätte auch keine guten Fotos machen können, hätte ich meinen Blick im Laufe der Zeit nicht erweitern können. Hätte ich nicht gelernt, auch auf klitzekleine Kleinigkeiten-Schönheiten zu achten. Ich hätte viele Sachen, viele GUTE Sachen in meinem Leben einfach nur noch – übersehen. Überhört. Verschwiegen. Oder, noch schlimmer – nicht gekonnt.

Aber für meine Gefühle, für mein Glück – kann ich was. Ich tue was dafür. Und bekomme Unmengen davon zurück. So auch im Übergaberaum. Weitere 10 Schritte später. Ein neuer, guter Kollege, der mich trotz Dienstgründen schlafen und nicht eine Stunde eher zur Arbeit kommen ließ. Kollege, der sich für mich opfert. Derselbe Kollege, dem ich vor einiger Zeit, an einem stressvollen Tag fast eine Stunde zuhören musste und wollte. Geteiltes Leid. Stunde für Stunde. Eine andere Kollegin, auch neu und mit etwas schwererem Stand (ich erinnere mich auch selbst an meinen schwierigen Anfang und seine Umstände :-), backt für mich – extra und nur für mich – Quarkteilchen. Um mir den Abend zu versüßen. Weil ich so bin. Weil ich sie akzeptiere. Respektiere. So nehme, wie sie ist. Auch mit ihr schöne Dienste habe, bekomme. Auch mit ihr lachen, gut auskommen kann. Weihnachtslieder auch im August bei ihr trällern kann. Zwei Stunden später bekomme ich einen Salat geliefert. Einen selbstgemachten. Sogar mit Dressing und einem Brötchen. Dürfen keine Geschenke annehmen. Es war auch keins von den Patienten. Einer von ihnen, ein Mensch – wollte ihn mit mir teilen. Dachte an mich. Schätzt mich. Weil ich… Weil ich heute nicht für den Nachtdienst einkaufen war. Keine Lust. SMS. Regen. Wusste er es? Glaube ich nicht. Trotzdem den Abend versalatet. Zugefallen und zugemüst. Glücklich gemacht. Respekt zurück. Menschlichkeit entgegnet bekommen. Keine weiteren Vorkommnisse. Die Nacht war ruhig. Keine Auseinandersetzungen wegen Einhaltung der Nachtruhe. Friedlich und geordnet. Gut. So denke ich wieder…

Nach. Über die Menschen, die es ausmachen. Egal ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart. Und muss wieder schmunzeln. Wahrscheinlich deswegen, weil ich an Engel glaube. Weil ich ein unverbesserlicher Träumer und Realist bin. Aber auch deswegen, weil diese Menschen mich prägen. So gebe ich etwas, von dem was ich habe, was ich kann – auch zurück. Wenn auch nur ein paar Worte, Zeilen oder Gedanken. Aber auch sie verdienen es, auch sie sind in meinem Herzen, meinen Gedanken – in dieser stillen, kühlen Schmunzelnacht. Lena, die bald ihren Geburtstag feiert und selbst auch an das Gute glaubt. Unverbesserlich wie ich. Häschen-Klein und ihr „Alles wird gut…“. GUT. Menschen-Engel. Vermutlich wird es daher auch kein Zufall sein, dass ich zum Ende des Dienstes genau diese Frage gestellt bekam: „Und, hatten Sie es ruhig?“ Die Antwort war denkbar einfach. Und klar. „Ja, bei mir klappt das fast immer.“ Mit dem erwiderten Kommentar: „Kein Wunder, sie haben alle Angst vor Ihnen.“ :-)) Nein, haben sie nicht. Ich bin kein Jungfrau-Vater. Sie haben nur etwas menschliches. Respekt. Oder Zuneigung gegen Zuneigung. Gutes gegen Gutes. Kommt auf das Gleiche hinaus.

Passend auch, dass gestern Abend U2 auf Schalke gespielt hat. Vermutlich ist es auch kein Zufall, dass mich das Radio die halbe Nacht mit ihrer Musik in der Sondersendung zum Konzert völlig unerwartet erfreute. Mich in dem gleichen Übergaberaum tänzeln und singen ließ. Während ich arbeitete. Hört und sieht keiner. Oder doch, Engel? Obwohl ich eigentlich so gut wie nie Radio bei der Arbeit anmache und erst recht nicht diesen Sender. Vermutlich ist es Bestimmung, dass U2 ausgerechnet am Geburtstag eines einst geliebten Menschen in Kroatien spielen wird. Oder in Berlin, während ich nach den Engeln in Hamburg Ausschau halte. Manchmal gibt es Sachen im Leben, an die kann man kaum glauben. Aber ich bin einer von denen. Ein Gläubiger. Ich kann die Welt nicht verändern. Sie ist schon schlecht genug. Wütend, alt und verbittert. Aber ich kann sie vielleicht besser machen. In dem auch ich – an das Gute glaube. Etwas kann ich. Wirklich. Gut. Stolzer Sohn :-) Menschen finden, die an das Gleiche glauben. Wenn ich ihnen zuhöre, ihnen in die Augen schaue und ihnen vertraue. Bilder der Kindheit. Und ich kann es – mit ihnen ausleben. Es mit ihnen besser haben. Ein gutes, schönes Leben. Auch dann, wenn ich diese Menschen irgendwann verliere. Ein paar von ihnen habe ich noch. Und obendrein – vielleicht auch etwas Gutes zum Schreiben. Das sich gut lesen kann. Ich fühle mich jedenfalls jetzt – ganz gut. Der (fast) ganze gestrige Tag war so… Einfach gut.

Leider gibt es aber auch Menschen, die heute wütend zu Bett gegangen sind. Menschen, die sonst immer behaupten, nichts unausgesprochen zu lassen. Auch für sie spreche ich, schreibe ich heute. In der Hoffnung, dass sie wenigstens ihren Glauben nicht verlieren, wenn sie sich schon selbst irgendwo verlieren. Im Trubel und Unruhen ihres Lebens. In ihren eigenen Sehn- und Selbstsüchten. Menschen, die ich mal meine nennen wollte. Mit ihnen schließe ich diesen Schreibtag ab. Und schließe sie in meine Gedanken. In das Gute und Glückliche. In der Hoffnung, dass sie es irgendwann auch selbst schaffen. Ihren Weg ohne Umwege zu gehen. Glücklich werden. Friedlich, ruhig und lange schlafen können. Und wieder träumen. Können.

Was kommt gerade im Radio? Chasing Cars. „Alles was ich jemals war und heute bin, finde ich hier…“ Ich bin wieder hier. In meinem Revier. Ein Blog. Nicht wirklich die Realität, zugegeben. Aber ein Tag-e-Buch, das nur so vor Leben und Glück strotzt. Auch wenn ich nichts anderes könnte – es ist wenigstens ehrlich. Gerecht. Wie meine Engel. Geben und Nehmen. Dankeschön!

Das kann ja noch was werden… Das Buch füllt sich jedenfalls ;-)

Bis die Tage… ;-)

Andrej Montan © 2009 “Der Mann mit dem Mädchennamen”

What you don`t know (Was du nicht weißt) …

Ich bin nicht eisern :-) Manchmal kann ich nicht anders. Je länger ich diese Seite habe, umso klarer wird mir, dass Schreiben mein Leben ist. Dass das Schöne mein Leben ist. Seele. Augen. Augenblicke. Eine Frau. Geschichten. Erinnerungen für die Zukunft. Wege. Rote Fäden. Und das alles ergibt immer und immer mehr einen Sinn… So auch die gestrige Nacht. Als Farbtupfer eines tollen Tages.

Tickende Uhren. Schöne Songs. Plötzlich hereinbrechende Gewitter. Erinnerungen an meine Jugend. An die Liebe. An das Schöne an ihr. An das, wovon ich heute immer mehr habe, immer mehr bekomme. Gerade bei bestimmten Sachen :-) Ein Hin und Her der Gefühle, der Zeit. Urgewalten der Natur. Gewitter meiner Seele. Und schlussendlich die Ruhe der Liebe. Ein schönes Leben…

Es gibt ein schönes Lied mit diesem Titel, dem Titel meines heutigen Artikel. „Zufällig“ gestern auf meinem Player wiederentdeckt. Schon mal gehört, aber es war nur eines von vielen darauf, fiel nicht so sehr auf. Nicht ohne Gewitter. Unmengen von Musik, die auf 40 GB mobiles Vergnügen passen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man unter einigen Tausenden von Liedern in diesem Moment genau das Richtige erwischt? Nachdem ich seit ca. 20 Uhr Musik hörte, bis um Punkt Mitternacht die Kölner Gewitterlichter ihr Spiel begannen? Sehr gering, behaupte ich.

Ähnlich unwahrscheinlich, wie das, was ich jetzt aufschreiben werde. Wie das, was mir  in dem ganzen Zusammenspiel mit dem gestrigen Unwetter passieren musste. Keine Zufälle. Ich glaube lieber an Bestimmung. Meine Engel wurden mir auch zugeteilt. Der gestrige Abend war für mich bestimmt, fiel mir zu. Passt nicht bei Twitter rein. Passt nicht in meinen Körper. Nicht mal in meine Seele. Es musste erlebt und geschrieben werden. Es musste rein. Und wieder raus. Gewitter müssen sich entladen. Bevor ich einer Frau damit auf den Wecker gehen muss… :-) Lebe das Schöne und erzähle es später. Auch hier. Weil wertvoll. Weil ungeheuer. Weil selten. Weil ich. Weil schön. Weil Maktub. Und irgendwie auch – sexy.

Dieses Lied fängt mit dem Geräusch einer tickenden Uhr an. Meine tickt schon seit knapp 42 Jahren. Wer weiß, wie lange noch. Was ich nicht weiß… Solche Gewitter wie das gestrige sind selten. Gerade in Köln. Solch ein Naturschauspiel, mit so einer ungeheueren Kraft erwartet man eher am Mittelmeer. Was ich nicht weiß… Warum gerade Köln, gestern, überhaupt in dieser Paarung? Punkt, wirklich – Punkt Mitternacht fing es an. Habe extra auf die tickende Uhr geschaut! Mit den ersten Takten des Liedes kam die bläuliche Lichtuntermalung dazu. Bei der Passage – „Was du nicht weißt ist, dass ich wachliege, mir wünsche, dass du hier wärest heute Nacht“ – kam noch Donnern dazu. Innerhalb von Sekunden! Ausgerechnet diese Passage des Liedes ist ein Hammer. Der gleiche, wie der Vorschlaghammer des Donnergottes in dieser Sommernacht.  Die Stimme (Mandy heißt sie, glaube ich) ähnelt der eines blonden Engels. Bevor sie selbst an der Reihe ist zu singen, erklingt (das auch noch!:) eine Gitarre, vermischt mit dem Sound einer Sternschnuppe (wenn sie nicht lautlos wären, würde ich mir wünschen, dass dabei genau solche Geräusche als Begleitung entstehen:). Sternschnuppenzeit in meiner Heimat fängt Ende Juli an. Um diese Zeit, ab Mitternacht, am besten zu sehen. Über Engel schreibe ich zur Zeit. Mein Weg in den nächsten Tagen führt mich zu ihnen. Eine weibliche Stimme hat mich zu ihnen geführt. Sie wusste es nicht. Niemand wusste es. Auf Gewitter und Sternschnuppen oder Stern-Stunden wartet man nicht. Sie kommen einfach. Passieren. Geschehen. Brechen herein. Wie so viele Entscheidungen, die wir im Laufe unseres Lebens treffen. Oder die, die uns treffen. Mittendrin. Was du nicht weißt… Entscheidungen, die, wenn wir Glückskekse von Menschen sind – uns selbst am Ende auch glücklich machen. Wie Lieder, die mit unserem Leben zusammen ein schönes Bild ergeben. Ähnlich unerwartet und schön, wie meine Engelbilder. Weil meine Vorstellung über einen Engel schön ist. Schöne Gefühle auslöst. Musik der Bilder. Voller Farben, Träume, Erinnerungen, Gefühle, Momente des Glücks… So schön, wie manch meiner anderen Engel, die ich im Gewand eines Menschen im Laufe meines Lebens traf.

Gewitter machen mich genauso rattig wie meine Bilder in ihrer Entstehung. Von einem Motiv über Mühe, die man sich dafür macht bis hin – zur Perfektion. Der perfekte K(l)ick. Gestern hatte ich nur noch Gänsehaut. Die Entstehung war wieder da. Der anderen Art. Für die du nichts kannst. Nur der liebe Eine da oben. Lichter, ohrenbetäubende Musik des Donners dazu und als krönender Abschluss – Regen, der das Puzzlebild zusammenfügte. Vereinte. Perfekte Bilder der Mutter aller Fotografen.  Mutter Natur.

Nachdem ich dieses Lied einige Male in der Endlosschleife gehört hatte, beim Vers – „Was du nicht weißt ist, ich habe dich geliebt schon lange bevor wir gelebt haben. Wie konntest du, wie solltest du es wissen? Darum werde ich dir alles erzählen“ – flogen diese Bilder vor meinen Augen. So schnell, wie Blitze durch die Wolken draußen, wie Gedanken durch meinen Kopf. Der Himmel ging auseinander, ich… Und meine Gedanken durcheinander. Kopfkino im Donner-Surround. Gleichzeitig fielen die ersten Regentropfen vom Kölner Himmel hinab. Der warme, hell erleuchtete Himmel Kölns weinte. Meine Augen machten es ihm nach. Noch lange nachdem der Regen aufgehört hatte, zu tropfen. Mein nasses Glück. Es musste raus… Das Herz erzählte ungefragt über seine Liebe zu Schönheit. Ich hörte ihm zu. Es schlug lieb zu mir. Im Takt des „Was du nicht weißt…“ Seine Sprache war leise.  Leise und dennoch laut genug, um die Einschläge zu übertönen. Erst wie ein Rollen. Dann immer lauter, immer schneller. Ich hatte das Gefühl, es wollte, es musste auch… Raus.

Jetzt weißt du es…

Andrej Montan © 2009 “Der Mann mit dem Mädchennamen”

Ich kann`s nicht lassen ;-)

Aber jetzt wirklich – das letzte Mal, der letzte Post. Mikroblog bei Twitter lass ich mir aber nicht nehmen ;-)

Weggefährte

Weggefährte

Wer an Engel glaubt, lernt auch selbst – zu fliegen. Er hört auf seine Flügel, auf sein Herz und auf ihre lebhaften Schläge. Wer an sie glaubt, schenkt seine Liebe auch denen, die selbst an die Liebe glauben. Denjenigen, die sie brauchen, aber auch fühlen und sie weiterschenken können. Dies ist die gleiche Liebe, die ihm seine Engel schenken. Dennoch ist die Liebe eines Engels selbstloser. Sie kommt ungefragt und still, gewaltiger als jede Menschenliebe auf dieser Welt. Weil wir sie nicht sehen, nicht mal mit all unseren Sinnen zusammen – erfassen können. Nur spüren. So wie wir Engel auch nur spüren können.  Selbst dann, wenn es scheint, sie wären nicht da.  Aber sie sind es, ihre Liebe ist es. Sie beschützen dich gemeinsam und entfachen mit ihrer Flamme den Glauben an einen sonnigen Tag, ganz gleich, wie grau er manchmal auch sein mag. Der unerschütterliche Glaube an den einen, den einzigen Tag, an dem auch wir selbst erkennen können, dass es wahre Wunder wirklich gibt, dass sie geschehen. Auch uns. Jedem. An all jenen „Wunder-Tagen“, wenn wir nur den Mut besäßen, kurz hinaufzuschauen. Ungefragt und still. Ob an einem der guten Tage, wenn wir glücklich sind und gar nicht hinaufschauen wollen vor lauter Hochgefühlen,  oder an einem der schlechten Tage, wenn wir lieber ein Gebet hinaufstoßen würden. Es reicht manchmal, ganz still zu sein und einfach nur – hinaufzuschauen. Dann passieren Wunder fast von alleine. Wenn wir gelernt haben, all diese (auch jene) Tage zu lieben. Jeden einzelnen von ihnen. Wenn wir die Hoffnung daran nicht verlieren, das Unsichtbare eines wahren Wunders zu sehen. Auch (oder gerade dann!) an einem sehr gewöhnlichen Tag. Das können wir! Wenn wir die Gesänge der kleinen Freiheitsflieger im Wald nicht überhören, die wohltuende Kraft der warmen Sonne auf unserer Haut nicht vergessen, zu spüren. Wenn wir lernen, wie gut die Wolken riechen oder schmecken können, und wir in jeder Zuckerwatte auch eine Wolke sehen würden. Wenn wir erkennen, wie gemütlich und lebendig unsere Ruhestätten aus Grün  gebettet, aber auch, wie vergänglich sie sind, während wir im Sommer auf den Wiesen weilen, fernab vom Rasen des Alltags. Erst dann und mit etwas Glück – sehen wir auch mit unseren Augen das, woran wir geglaubt haben. Das, was wir sonst nur mit unserem Herzen zu sehen bekommen: Unsere Träume. Und vielleicht DEN Traum. Ein Traum, ein einziger Grashalm in unserer Hand, auf einer Sommerwiese, während da oben das blauweiße Leben an uns vorbeirauscht. Und irgendwann die Gewissheit, dass dieser Grashalm, gleichwohl aus welcher Farbe er auch besteht – ob jung und grün, oder schon alt, vergilbt und zu einem Stohhalm geworden – wahrscheinlich das Einzige in unserem Leben ist, das wir nicht vergeblich versuchen, festzuhalten. Auch dann, wenn es nur noch ein verzweifeltes, rettendes Klammern geworden ist.  Aber wenn wir gut sind, halten wir ganze Wiesen irgendwann in unseren Händen. Weil wir gelernt haben, dass auch kleine Träume wichtig sind. Träume, die wir tagtäglich erreichen. Sollten wir, die Wiesen-Lehrlinge, dann aber eines Tages bei unseren Traumflügen abstürzen, fallen wir weich. Wir träumen trotzdem weiter, halten unsere Träume fest und passen auf sie auf. Wie unsere Engel auf uns.  Daher bekommen wir fast immer eine Traumlandung hin. Auch dann, wenn es tatsächlich nur eine einzige Bruchlandung war. Und so sitzen wir dann unseren Engeln wieder zu Füßen und lachen gemeinsam. Sehen wieder in die Seele eines Kindes hinein, betrachten unser Spiegelbild in ihren lachenden Augen. Kleine, gefallene, aber glückliche Engel. Menschen-Engel, die immer wieder aufstehen. Durch eine Hand, die ihnen immer gereicht wird. Schulter an Schulter mit unserem Engel. Unsere Weggefährten mit ihren schützenden Flügeln, denen auch die glühendste Hitze der Sonne und der stärkste Gegenwind – nichts anhaben können. Weil sie immer ihre Wolke finden. Ihr kleines, reisendes Zuhause. Auf dem Weg zu neuen Träumen. Und wieder zurück. Zu uns – zu den alten Träumern. Zu den Menschen, die Träume und Herzen haben, so breit wie die Flügel ihrer Engel. Unendliche Weiten des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung. Unermüdlich schlagende Flügel, voller Federn, aus denen Traumfänger gemacht werden. Flügel, die auch dich umarmen können. Dich fliegen lassen können. Jeden Tag. Wenn du nur fest genug an sie glaubst, auf sie achtest und sie nicht verlierst… Schau´ hinauf! Dann siehst du – auch mich. Uns. Wie wir miteinander im Stillen reden. Laut lachen. Und zusammen träumen…

Andrej Montan © 2009 „Der Mann mit dem Mädchennamen“


Noch ein letztes Lied, Bild, what ever…

Kamencici

Kamencici

Wenn ein echtes Lied genügen würde, um die Anderen zu überzeugen,
könnte man es, weil es so viele sind, lauter singen.

Wenn es so wäre bräuchte man nicht dafür zu kämpfen,
besser wahrgenommen zu werden.

Wenn ein gutes Lied genügen würde, um sich gegenseitig zu helfen,
könnte man es im Herzen finden, ohne lange zu suchen.

Dieses Lied ist all’ denen gewidmet, die nicht mehr weiter wissen.
Die bisher leer ausgegangen sind und schon immer Außenseiter waren.
Die warten
Die Träumer geblieben sind
und deswegen immer einsam sind.

Dieses Lied ist all’ denen gewidmet, die nicht mehr weiter wissen.
Die versucht haben, ein Lied zu erfinden, um etwas zu ändern
Die warten
Die mit zu starkem Gegenwind aufgewachsen sind,
Wind, den sie immer noch in sich spüren.

Jedenfalls dachten sie, versuchten sie und wollten sie,
Dass es so wird…

Für Ally 013

Irgendwie auch für mich ;-) Kein Italiener. Ich habe mein Bestes gegeben ;-)

Eros Ramazotti, Se Bastasse Una Canzone 1997 © RICORDI (Sony)

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HIER WIRD GETWITTERT ;-)

  • Zurück aus Berlin. Liebe(s)-Urlaub mit 5Sternen. Nicht viel von der Stadt gesehen,dafür nur Augen für einen Menschen gehabt.Du bist klasse! 2 weeks ago
  • denkt (heute umso mehr) beim 1.Kaffee darüber nach, was er hat und grinst sich einen. Laute Geschenke. Menschen,die man nie vergisst... 1 month ago
  • Ein heißer Aldi-Kaffee, Aufwachen mit liebevollen Gedanken, die später ihren Zettel fanden-ergeben 1neuen,sonnigen Tag in K. Trotz Regen. 1 month ago
  • Findet kurzes Nickerchen nach 3Frühdiensten voll in Ordnung. Friseurbesuche von Frauen nach Feierabend auch.Danach sehen beide toll aus:-)) 1 month ago
  • @DanielPalm Gute Besserung! Nicht nur von Berufs wegen ;-) So lange Du nicht beim Husten quiekst :-X Steife Brise war´s. Bestimmt :-) 2 months ago
  • Schon toll.. Wenn man auch in eigener Stadt Engel hat. Früher Hasi fängt die Flügel... (Kroatische Wortwendung :-) 2 months ago
  • genießt das Grau in Köln.Mal wieder;)Dafür mit Abwechslung.Heute mit Kerzen und Senseo.Frühstück followe ich auch gleich.Schnupper-es.de :-P 2 months ago
  • weiß, was er hat... Noch bekommen wird... Und bemüht sich, das alles zu erhalten... Auch hier sei gesagt:Wie gut,dass es Zettel gibt ;-) 2 months ago

 

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